Meine Mama ist ’ne coole Sau.

Es ist schon deprimierend, wenn Menschen hilflos in ihrem Leben rumtappsen. Wenn sie dies auch noch im Zwangsgebührenradio publik machen zu müssen glauben, wird die Chose noch trister.

Hallo BR, haben Sie überhaupt noch irgend einen Auftrag? Offenbar gehen dem BR die Ideen raus. Deshalb schlägt Magdalena Bienert dem Sender vor, sie suche für ihre Mutter, 70, einen Mann und dokumentiere diese per Podcast.

Hallo, BR, wenn Sie keine Ideen mehr haben, dann sparen Sie sich doch diese Formate. Sie müssen ja sparen beim BR, die Pensionslasten drücken Sie schier zu Boden. Was erfinden Sie dann öde Formate, die über ödes Anbandeln berichten. Das kann heute jeder. Jeder hat heute die Möglichkeiten seine Partnersuche aufzunehmen und im Internet zu verbreiten.

Wie kann das noch begründet werden, dass einkommensschwache Menschen sich mühsam die Zwangsgebühr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vom Essen und von Medikamenten absparen müssen, damit Privatpersonen, die vermutlich wirtschaftlich eh schon besser dastehen, ihr privates Blinde-Kuh- oder Blinde-Sau-Spiel in die Öffentlichkeit hinausposaunen?

Wenn sich jemand über Kontaktanzeigen amüsieren will, kann er selber welche lesen in Zeitungen oder im Internet.

Der Podcast-Mist wurde sogar von einer anonymen Jury, die wohl aus lauter Verklemmis besteht, prämiert. Oder sind die auch so coole Sauen, hier die BR-Originalstelle: „Meine Mama ist ’ne coole Sau. Und Single. Jetzt ist sie Anfang 70 und ich kann mir nicht vorstellen, dass es niemanden geben soll, der ihr Leben ein klein bisschen auf den Kopf stellen kann. Also suchen wir einen Mann für Mama. Dabei lassen wir wenig aus: Zeitungsannoncen, Onlinedating, Tanzschuppen. „Ein Mann für Mama“ ist keine verzweifelte Suche, sondern eine amüsante bis intime Mutter-Tochter-Geschichte von Magdalena Bienert“, so preist der BR das an.

BR muss sparen, er glaubt, er tut es, indem er einen überflüssigen Podcast erfindet. Der BR ist nicht ganz dicht.

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