Archiv für Mai 2017

Münchner Ennui.

Offenbar inspiriert vom Fall Gurlitt und offiziell nach einer Novelle von Henry James („The Aspern Papers“), die Markus Busch als Anregung für sein mehr Schwach- denn Sach- oder Drehbuch verwendet hat, ergeht sich Regisseur Dominik Graf mit einem erlesenen Schauspieler-Ensemble, das gediegene Langeweile verbreitet, in bunten wimmelbildhaften München-Impressionen aus bekannten und unbekannten Aspekten, aus allerlei Gesellschaftsschichten, Wohn- und Arbeitsverhältnissen, aus Touristen, Puff, Hochwasser, Wäscherei, Apotheke, Atelier, Friedhof und modernen Bürobauten und bei diskret einschläfernder Barmusik, die das Öde-Petete dieser Bildverschwurbelung Münchens noch unterstreicht.

Der Plot, der höchst wackelig eingeführt wird, ist der, dass Philipp Keyser (Friedrich Mücke) in einem Bürohochaus einen Termin hat. Er meldet sich im ebenerdigen Empfang. Die Dame dort sagt, auf jenem Stockwerk, auf welchem er angeblich einen Termin habe, sei niemand mehr. Aber sie lässt sich seinen Ausweis geben und begründet es damit, dass sie neu sei hier.

Ob das jetzt Realität im Sinne Dominik-Grafscher Beobachtunsgabe ist oder mehr Irrealität im Sinne Grafscher Imagination, sei dahin gestellt.

Die Niemande hoch oben, das sind eine Reihe von gut in die Jahre gekommenen Damen und Herren. Sie haben Keyser bestellt. Wer sie genau sind, wollen sie nicht Herrn Keyser und will der Drehbuchautor uns nicht verraten. Aber sie kennen offenbar Herrn Keyser und referieren auf einen Fehler, den er vor Zeiten begangen hat.

Herr Keyser hat Kunstgeschichte studiert und soll für diese Herrschaften ein angeblich verschollenes Gemälde finden, eines von Ludwig Glaeden, er soll es finden und zurückkaufen. Der Zuschauer erfährt Details über die Zahlungsmodalitäten, die ihn kaum interessieren dürften; Graf dürfte damit seinen Anspruch auf Realismus untermauern wollen.

Das erste Teilchen auf der nun beginnenden, nicht allzu zwingend und nachvollziehbar zu Faden geschlagenen Schnitzeljagd ist das Gerücht, dass ein Magnus Dutt (Ernst Jacobi) der Besitzer sei. Er wird sich als die Gurrlitt-Figur erweisen, über die später, da im löchrigen Drehbuch kein Platz mehr war, im Sinne einer Erzählung noch dies und das zu berichten sein wird.

Zu Dutt selber kann Keyser nicht vorstoßen. Aber das nächste Teilchen erzählt, dass eine gewisse Alma Kufferer (Victoria Sordo), Verwandte von ihm und Künstlerin, den Weg zu ihm öffnen könnte. Es folgen merkwürdige Verfolgungs- und Beobachtungsspiele, bis die beiden sich urplötzlich so verhalten, als ob sie schon lange vertraut sind; dabei spielt deren Freundin Sabine (Emma Jane) eine Rolle. Auch die beiden sind aus heiterem Himmel gleich sehr vertraut.

Da es sich bei diesem Figuren um Figuren unterschiedlichen Geschlechts handelt, lassen es sich Graf und Busch nicht nehmen, von Intimitäten zu träumen. Die Kunst von Sabine, die eine vergängliche Kunst ist, Kunstwerke, die sich selber auflösen (das wünschte man sich für so manchen Fernsehfilm!), gibt Anlass für eine Diksussionsschiene über Kunst und deren Vermarktung.

Schnell geht Keyser in der Villa von Dutt ein und aus wie zuhause. Auch das ist alles andere als schlüssig, wird ad hoc behauptet. Liederliche Erzählung. Sie duscht sich den Kunstdreck weg und er bewundert Chagall. München ödpöte.

Die Dialoge wirken unorganisch, steif, weltfremd und auch gewollt gesetzt, man ist ja im Kunstmilieu. Oft bleibt unklar, wieso sich die Figuren, speziell Sabine, Kufferer und Keyser überhaupt aufeinander einlassen, wobei bei Keyser das Ziel klar ist, was aber in der Realität von Spiel und Inszenierung sich so gut wie nicht vermittelt.

Pack das bloss wieder ein, wie es war.
Aber wenn du vielleicht einfach – eine Weile – bei mir bleibst…
einverstanden
(unklare Motive für Frage wie für Antwort).
Das machen wir alle zwei Monate, Onkel mag keine Putzfrauen.
Du hast so tief in mich hineingeschaut, dass du denkst, sie vor mir beschützen zu müssen.
Ich weiß nicht, ist reiner Zufall, dass ich da bin, ich muss sofort wieder geben.
Oh, Sie bluten, ich bring Sie rauf.
Hast du Angst vor Friedhöfen,
vor dem Tod, Friedhöfe sind ok.
Jetzt hab ich Deine Handynummer.
Ich hab den Schlüssel verloren oder ist noch in der Wohnung,
ich bin die ganze Strecke dreimal hin und hergefahren.
Hast du keinen Erstatzschlüssel,
steckt er vielleicht von innen?
Biene hat mich vor Ihnen gewarnt, sie hat gesagt, Sie sind ein Lump.
Wie ist es denn eigentlich, sehen wir uns jetzt öfter?
Ich bin wachsam, sehen Sie, ich habe gesehen, wie Sie übers Nachbargrundstück gekommen sind.

Wie ein kleiner Kurzfilm wirkt die Riesennummer um einen verlorenen oder vergessenen Schlüssel, was weder story- noch interssefördernd wirkt. Soll damit einmal mehr die Realitätsnähe von Graf verdeutlicht werden?

Bei so einem Film ist es besonders peinlich, wenn schon in den ersten Szenen so viele Namen in die Titel drängen.
Solche ‚Kunst‘ soll sich ihre eigenen Sponsoren suchen, nicht aber Zwangsgebühren abgreifen. Sie wirkt als billiger, thematischer Vorwand, Zwangsgebühren abzugreifen.

Der Film ist nicht triftig genug, als dass es Sinn machte, dass einkommensschwache Haushalte sich dafür die Zwangsgebühr vom ihrem bescheidenen Budget noch absparen müssen.

Rote Karte des Zwangsgebührenzahlers!

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Lass andere (oder gar Roboter) deines Glückes Schmied sein und bezahle dafür.

Die Zutaten des Schnellgeschnetzelten dieses Film entstammen laut Abspann aus: Hebammen-Ausbildung, Geburtsvorbereitung für Paare, Säuglingspflegekurs, Physiotherapie und Wahrnehmungstest, Stationäre Therapie, Scenotest, Humanoid Robotics, Knigge fürs Kids Premium-Seminar, Profilfach Young-Ethical-Social, Neurofeedback-Training bei ADHS, Zentrifugenexperiment, Bremsassistenz-Systeme Prüfstand, Schulweg-Training, PKW-Intensiv-Training, Fahrsimulator, Mental Excellence-Training, Einsatzübungen, Kurs für Ersthelfer, „Handbuch für den Neustart der Welt“ (Probe), „Komm rein“ (Startprogramm für Flüchtlinge), Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie, Bewerbungstraining, Stressmanagement, „Wer geht gewinnt“, Gewaltfreie Kommunikation, Iyengar Yoga, Indoor Skydiving, Gentleman-Training, Strip Academy, Parkours-Training & Méthode Naturelle, Möbelprüfanlagen, „Der Selbstentwickler“, Perspektive – Ambulante Jugend- und Familienhilfe, Lachyoga, Entspannungscoaching, Dynamische Meditation & Medizinreise, Bundeswehr Ausbildungszentrum Infanterie, Life Kinetik Übungen, Youtube-Tutorial „Minimalistisch Leben“, Suvrival-Grundkurs, Verkaufstraining, Human Branding Workshop, „Die Kunst, Dein Ding zu machen“, überbringen von Todesnachrichten, Mediatorenausbildung, Schauspieltraining für Führungskräfte, Psychodrama-Seminar, Eigensicherungstraining, Einzeltherapie, Tantra-Kurs, Lebenstraining, Ergotherapie, Alterssimulationsanzug GERT, Hospizbegleiter-Rollenspiel, Anamnesetraining, Smartphone für Einsteiger/innen, Spiegeltherapie, Seniorinnen-Gymnastik, Rollatortanzkurs, Vogelkundlicher Kurs, Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung, Sargbaukurs „Schwierige Kiste“, Bestatterausbildung.

Gesucht: ein Kurs oder ein Trainer, der mir hilft, mit diesem Film von Ralf Bücheler & Jörg Adolph, die sich selbst den Harun-Farocki-Stempel aufdrücken mit dem Hinweis auf die Klonisierung, Remake oder Après-Make von dessen „Leben-BRD“ (1989), zu entziffern und zu verstehen.

…und irgendwann wird nach dem Einatmen kein Ausatmen mehr kommen.

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Im Keller ist besser mit Terpentin arbeiten.

Sie nennen es Satire, mir scheint es lediglich schlecht erzählt und Katzekratzmusik macht auch keine Satire draus.

Der Bürgermeister ist von seinen Handlungen her nach wie vor ein scheußlicher Charakter und von seinem Habitus her ein vereinnahmender Mann. Somit gewissenlos.

Dann kommt eine Schwarzer die Treppe runtergefallen. So eine Scheiße. Derweil wartet der Pfarrer auf seinen aktuellen Lover, dem er früher in der Folge eine Ohrfeige verpasst hat, nachdem sein früherer Lover vor seinem Haus aufgekreuzt ist und er diesen weggeschickt hat (mit diesem abgewiesenen Lover entsteht für einen Moment Empathie). Es kommen vor: eine gefälschtn Urinprobe, Fracking, Bildfälscherei, Friseursalonwunsch und anderen Schnackseleien. Dann schlägt der Bürgermeister wie wild auf einen Heuballen ein oder der Polizist schleppt ihn wie einen Hund am verbundenen Finger ins Polizeiauto. Hannes, das ist noch nicht fertig und du müsstest auch gleich wieder gehen. Manche sprechen Englisch, andere Französisch und einer singt in einer anderen Fremdsprache und wer kokst, der kokst. Dem Bürgermeister seine Trutschen gibt diesem treudoof den Schlüssel für den Raum mit den Wahlurnen (Anstiftung zur Wahlfälschung) und plötzlich hat der Bürgermeister eine Leiche im Auto und sie wissen nicht wohin damit. Und wenn es sonst nicht weitergeht oder der Faden mal wieder verloren ist, dann stellt jemand die dramaturgieschwächenverräterische Frage, was denn hier los sei, was die hier machen. Ganz untergegangen dabei ist die Versprechung aus dem Titel, dass es sich um Wahlkampf handle.

Wirrer, unausgegorener Storywust.

Quintessenz der Serie nach Folgen 1, 2 und 5: über die Behauptung, dass die Dörfler alle korrupt seien, geht der Gehalt nicht hinaus. Das dürfte wohl den einen oder anderen Landbewohner, der dafür noch Zwangsgebühr bezahlen muss, nicht sonderlich erbauen.

Rote Karte des Zwangsgebührenzahlers!

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Wie schon im Film über Pepe Mujica ist die Dokumentaristin Heidi Specogna zurückhaltend mit dem Auffahren von belastbaren Fakten, hier über Zentralafrika, über den Kriegsverbrecher Jean-Pierre Bemba, der Jahre nach den Verbrechen, die unter seinem totalitären Kommando 2001 begangen worden sind, vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gestellt wird.

Bemba sieht man auf indirektem Wege. Die Verhandlung vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag wird vor einem Bildschirm in einer Kirche in Zentralafrika mitverfolgt. Nachher gibt es eine Diskussion. Die Teilnehmerinnen sind beunruhigt, wie steht es um die Sicherheit der Opfer, wer sorgt für die Sicherheit der Zeugen und ein Mann regt sich auf, wie der Verbrecher im Gefängnis offenbar gut ernährt wird, so dick wie er ist.

Es gibt ein Dokument, das dem Film den Titel gibt, das ist das afrikanische Heft, es ist ein Schulfheft. Darin haben die Opfer von Bemba Passfotos von sich hineingeklebt und in Schülerschrift sind Vermerke über Alter und die begangenen Verbrechen drin. Es sind vor allem Frauen und Mädchen, aber auch Männer, die vergewaltigt worden sind.

Der Film ist in drei Kapitel eingeteilt. Sie entsprechen den Dokumentationsphasen. 2008 ist Heidi Specogna auf das Heft aufmerksam geworden. Das erste Kapitel handelt von Wunden und Narben und umfasst den Zeitraum 2011 – 2012, das zweite von Kugeln und Schubkarren, 2013 – 2014, und das dritte handelt von einem neuen Tisch von 2015.

Die durchgehende Figur, aber nicht dominant präsent, ist Amzine, die in dem Heft die jüngste war und ihre Tochter, die den Vater nicht kennt, Fane. Sie betreiben anfangs einen kleinen Kramerladen auf dem Dorf. In der zweiten Phase kommt es wieder zu Unruhen, Schießereien, Plünderungen, Flucht. Amzine muss ihre ganze Habe, die schon verpackt ist, zurücklassen.

Der neue Tisch ist das wichtigste Requisit der dritten Phase nach gelungener Flucht in den Tschad in ein Lager der UN. Dort haben die Flüchtlinge einfache Strohhütten, sie bekommen ein Stück Land und Amzine plant, so schnell wie möglich einen Laden zu eröffnen. Aber Fane will sie nicht sagen, wer ihr Vater ist, Fane ist jetzt eine junge Frau, wachen Blickes und hilft der Mutter bei der Bewältigung der alltäglichen Dinge. Irgendwann wird sie wohl die Geschichte der dreifachen Vergewaltigung ihrer Mutter erfahren.

Über das wichtige Dokument des Oktavheftes mit den Aussagen der Opfer bleibt ungewiss, ob es in den Archiven von Den Haag verrotten oder doch noch einen Auftritt ins Licht der Weltöffentlichkeit erhalten wird.

Die hier geschrieben Geschichte ist eine, die immer wieder auftaucht in verstörenden Bildern der Zustandes der zentralafrikanischen Republik, vom Hauptort Bangui kaum geteerte Straßen, eine absurde Wahl einer Übergangspräsidentin, die im knallroten Kleid wie einer Kasperlfigur wirkt und in einer schweren Limousine mitten im Elend davon braust.

Bilder einer internationalen Armee, die die Stadt schützen sollen, Flüchtlingskarawanen auf total überladenen LKWs, ein provisorisches Flüchtlingslager direkt am Flughafen, weil hier Truppen sind. Krasser Gegensatz, wenn ein High-Tech-Airbus landet und direkt neben der Piste ein Elendslager von Tausenden von Flüchtlingen sich befindet.

Die Geschichte vom Mädchen, das ein kaputtes Knie von einem Schuss hat, das endlich in Berlin operiert werden kann. Und bei der nächsten Unruhewelle wieder aufs Knie fällt. Es sieht alles so aussichtslos aus. So trostlos.

Kaum gibt es eine muslimische Rebellentruppe, stellt sich ihr eine nicht minder radikale christliche Rebellentruppe in den Weg, die Moschen zerstört, den Imam grausam lyncht. Auf der Straße liegen Leichen, kaputte Gesichter. Aber Kinder finden immer wieder Dinge zum spielen.

Es gibt eine weitere Figur, die mehrfach auftaucht. Es ist die fiktionale Figur Jamal, der hier aus juristischen Gründen und zur Sicherheit der Person nicht individualisiert wird, dessen Gesicht nicht gezeigt werden kann. Das ist der Ermittler des ICC aus Den Haag, er muss geschützt werden. Er ist bei der zweiten Vertreibungswelle schnell vor Ort und richtet ein provisorisches Verhörzimmer ein, um an die Zeugenaussagen zu kommen, so lange sie noch frisch sind. Er transportiert das Oktavheft mit den Details über die Vergewaltigungen unter Bemba wie ein Hochsicherheitsgut nach Den Haag. Das wirkt fast wieder grotesk.

Der Film ist eine erschütternde, verstörender Schilderung zentralafrikanischen Alltags.

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Galliger Geschlechterhumor
(eine filmische Besonderheit aus Deutschland).

Der Horroralptraum vom Kuraufenthalt einer traumatisierten Frau, die Schlechtes mit Männern erlebt hat.

Oder ein Vorwand für den Filmproduzenten Luggi Waldleitner, den Regisseur Zbynek Brynych nach einem Drehbuch von Manfred Purzer nach einer Idee von Igor Sentjurc ein zeitgenössisches Frauenbild schwelgerisch zu entwerfen – ein Hauch Fellini. Da sind die exklusiven Traumfrauen, deren Existenzsinn sich erschöpft im Frausein im Sinne des Schönseins in neckisch mondän-elegantem Outfit und denen daraus psychische Probleme erwachsen, die Nerven, die Nerven; diese lassen sie im bayerischen Voralpenland in der feinen Klinik von Dr. Barbara behandeln (Frauen mit Neurosen).

Auf den Sitzbänken und in den Gassen des Kurortes finden sich verbrauchte Hausfrauen. Es gibt suffragettenhaften Feministinnen, die im Kurpark Randale veranstalten; ihr geistiger Leitfaden ist im MÄRZ-Verlag erschienen, die Bücher mit den gelben, knalligen Umschlägen: „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“. Sie veranstalten Demos mit BH-Verbrennungen und entsprechender Augenweide für das männliche Publikum. Auf ihrer Spruchwand rufen sie das Ende der Stiefellecker-Kultur aus und dass der Mann eine unvollständige Frau sei.

Uschi Glas ist das Zugpferd, damals schon hübsch und vor allem aufgedonnert von Maske und Make-Upe, literweise Wimperntusche und Lidstrich, ganz gestylt nach italienischen Filmgöttinnen wie Sophia Loren oder Claudia Cardinale und den entsprechenden Klamotten sowie dem Bewegungsablauf und mit groß ummalten Augen fotogen in die Welt schauend; ein Leinwandstar der Zeit.

Uschi Glas heißt hier Eve und ist traumatisiert. Sie hat Schwindel und ist mit dem Zug unterwegs zu einem Kurort; wobei ihr Trauma gar nicht als solches realistisch dargestellt wird; sie ist vor allem Filmstar.

Die Bahnfahrt filmt Brynych wie mit dem Fischauge, merwürdiger Kreiseleffekt. Mit kecken Sperenzien hat es die Kamera von Charly Steinberger überhaupt, bei der Frauendemo, in der sich die Frauen befreien und ihre BHs ins Feuer werfen, da kreist die Kamera wie berauscht.

Ingeborg Bachmann ist im Film angeführte Referenzliteratur neben Frauenemanzipationsbüchern aus dem Märzverlag. In einer hochstilisierten Buchhandlungsszene möchte sich Eve über das Phänomen der Gottesanbeterinnen kundig machen; die Buchhändlerin antwortet ihr mit einem kleinen, literarisch-virtuosen Solo über Insekten.

Bei dem enormen Frauenüberhang im Kurort, Männer kommen kaum vor bis auf den verkrüppelten Gärtner und den kartenhäuserbauenden Kommissar, müssen begattungsfähige Männer mit defektem Sportwagen stranden (sie sehen: lauter reifes Obst), um das in Frage gestellte Geschlechterrollenverhalten zu aktivieren.

In Ansätzen tendiert der Film hier in Richtung der seichteren Softsexfilme der Zeit (Regieassistent Sigi Rothemund hat dieses Wissen hungrig aufgesaugt als Basis für eine ganze Reihe von solchen Filmen, bei denen er unter dem Pseudonym Siggi Götz firmierte: „Drei Schwedinnen in Oberbayern“, „Griechische Feigen“ …)

Männer müssen auch her, damit es, das Horrorgenre bedienend (im Booklet zur DVD kommt das Wort Kreißsäge vor), Leichen geben kann für die wundersame „Requisiten“sammlung in Formalin.

Um gar nicht erst auf eine thematisch verbissene Auseinandersetzung zum Thema Frau zu kommen, untermalt Brynych den Film wild mit Bahngeräuschen, mit gar nichts, mit Jukebox- und Zirkusmusik bis hin zu ungezügelten Jazzimprovisationen, damit den leichten Spott in der Betrachtung des Themas sekundierend.

Vorbemerkend heißt es: Personen und Schauplätze seien frei erfunden und ausschließlich Produkte der Fantasie; wohlverstanden und durchs Band: männlicher Fantasie.

Eine internatioale Koproduktion, die auf Italienisch „Femmine Carnivore“ heißt, was fleischverschlingende Frauen meint in Anspielung an die Gottesanbeterin, die ihre Männchen nach dem Geschlechtsakt tötet und auffrisst. Eine männliche Antwort auf die Emanzipationsbewegung der Frau?

In der hübschroten Kassette sind zwei DVDs und eine Hintergründe beleuchtende Broschüre. In dieser ist einiges zu erfahren über die Restauration dieses Filmes und es gibt ein Interview, das Stefan Ertl und Rainer Knepperges 1994 mit dem tschechischen Regisseur Brynych geführt haben; der war mit einigen Wassern der Menschenbehandlung gewaschen und listenreich.

Die zweite DVD enthält die restaurierte Langfassung des Filmes, die nie in die Kinos gekommen ist, ein Interview mit Protagonistin Uschi Glas, das Domink Graf, Rainer Knepperges und Olaf Möller geführt haben (sie erzählt angeregt von den Kapriolen des phänomenalen Kameramannes Charly Steinberger), Standfotos, Werbeplakate, Aushangfotos, Pressematerial, Fotos des Regisseurs in Cameo-Auftritten in deutschen Krimis und einige Szenen im Vergleich des Zustandes des Filmes vor und nach der Restaurierung – ziemlich verblüffend, wie die Verblichenes auffrischen!

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Keine Anbiederung ans Publikum, kein Fishing-for-Compliments, keine Mitmach-Mitklatsch-Aufforderung, das Werk steht im Zentrum der hohen Konzentration der vier Männer von Kraftwerk (Wikipedia), die uniform gekleidet, roboterhaft, hinter ihren Synthesizern stehen, während der Sound aus Dolby-Atmos von allen Seiten auf die Zuschauer eindonnert und die 3D-computeranimierten Bilder überall im Raum umhersausen über und unter und hinter und vor den Musikern und durch diese hindurch.

Und kein Statement-Blabla, kein Nähkästchengeplaudere, keine Mäuschenperspektiveneinblicke, kein Adabei-Gelabere; das Werk selbst ist die Doku, 12345678 von Kraftwerk (Website), kataloghaft aneinandergereiht, die Clips dieser Computer-, Techno- und 3D-Pioniere, die längst in den wichtigen Museen der Welt Aufnahme gefunden haben. 77 Minuten Kraftwerk pur.

Das veröffentlicht heute Warner Music/Parlophone: „neue Aufnahmen der kompletten Kraftwerk-Meisterwerke 12345678 unter dem Namen Kraftwerk / 3-D Der Katalog auf Blu-ray, DVD, Vinyl, CD und als Download“.

Am vergangenen Dienstag wurde diese Dokumentation in einem halben Dutzend deutscher Städte in je einer Kinovorstellung präsentiert, in München im Cinema.

Kunstwerk ist sicher der richtige Begriff für diese Musikstücke mit Computergraphik, die sich immer um wenige Begriffe um einen brisanten Zusammenhang herum kondensieren. Die Themen waren Reizthemen, Themen der Zeit (Kraftwerk fing in den 70ern an). Über die Autobahn, da fahren, überholen sich, kommen einander entgegen: ein Mercedes mit der Nummer D KR 74 und ein VW mit der Nummer D KR 70 animiert über endlos-monotones Straßenband, aufgenommen aus den verschiedensten Perspektiven und das wichtigste am „Gesangstext“ ist das Wort Autobahn. Es spiegelt sich in dem Clip die Technisierung, am Horizont Industriesilhouetten, die Autobahntrasse, die sich unsensibel in die Landschaft legt, diese durchtrennt.

Wie Kraftwerk sowieso von der Technik begeistert und fasziniert ist, das zeigt sich im Film über den Trans Europa Express, heute ein wahres Museumsstück, damals topmodern oder an der Erfindung des Techno „Poing – Boom – Tschak, Techno-Pop“; wobei auch hier wie neulich bei Romuald Karmakars Denk ich an Deutschland in der Nacht schon erwähnt, sich bereits der „gleichbleibende Rhythmus der niedrigen Wertegemeinschaft einer Party“ sich abzeichnet.

Kraftwerk ist fasziniert von computergenuinen Zahlenreihen (durchaus in der Nähe von Hanne Darboven zu sehen; siehe demnächst die Review über „Timeswings“), von Maschinen und Robotern (Semi Human Being), ist schockiert über die Unfälle mit Radioaktivität (Tschernobyl, Harrisburg, Sellafield, Fukushima), sieht Musik als Transportmittel für Ideen und mixt zum Tape über die Tour de France radfahrerstoßatemdurchdrungenes Archivfootage.

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Ein Piratenabenteuerfilm und jede Menge Variationen zum Thema Liebe: isländisch-französisch, Liebe und Rockmusik, Liebe und Ungewolltes im Norden, Trauma statt Liebe in Britannien, frühe Gefühle im Internat, dunkle Saiten der Liebe in Berlin und in Mannheim zum Runterspülen ins Klo. Auf DVD dann wieder ganz tief und gegen alle Widerstände. Auch das Fernsehen versucht tatortmäßig mit dem Phänomen Liebe 90 Minuten zu füllen, während in Korea Elternliebe die toten Kinder beweint.

Kino
PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE
Jahrmarktkintopp aus Seemannsgarn; alle wollen Poseidons Dreizack.

DER EFFEKT DES WASSERS
Eine isländisch-französische Liebesgeschichte zwischen einem Rettungsschwimmer, der vorgibt ein Anfänger zu sein und einer Schwimmlehrerin, die die Lüge nicht mag.

SONG TO SONG
Die Welt von Liebe und Rockmusik vor tiefstehenden Sonnenstand.

ROSEMARI
Lebens- und Liebeslügen im Norden.

CHURCHILL
Ein Trauma hinter der Normandie-Invasion.

HANNI UND NANNI – MEHR ALS EIN FREUND
Das Pferd wird gezähmt, die Knigges finden ihren Familienfrieden wieder und Hanni und Nanni verbringen eine tolle Zeit.

BERLIN SYNDROME
Berlin-Touristinnen, hütet Euch vor charmanten jungen Männern mit Wohnungen in leerstehenden Hinterhöfen!

DIE RESTE MEINES LEBENS,
die kann man ins Clo runterspülen zu Swingmusik und das macht Sinn.

DVD
LOVING
Geschichte mit großem Erzählatem über eine Liebe, die sich nicht von absurden Gesetzen der Rassentrennung beirren lässt.

TV
TATORT – DIE LIEBE, EIN SELTSAMES SPIEL
Liebschaften eines Architekten zu Frauen im Spagat zwischen Gestörtheit und Schönheitsanspruch.

SEWOL
Tödlicher Gehorsam in Korea.

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Die Tiefen des Meeres sind unergründlich, bergen so manch Geheimnis und die Eruptionen des Wassers können im Hirn der Seeleute, die lange auf den Weiten der Weltmeere unterwegs sind, zu Phatasmagorien von Gespensterschiffen führen oder dazu, dass sie Seemannsgarn spinnen, wie es heißt, also solche Geschichten erfinden wie diese Schatzsucher-Abenteuer-Piratengeschichte.

Die Seemansgeschichten waren besonders abenteuerlich, als noch mit der Kraft des Windes und mit dem Sextanten und dem Kompass zur See gefahren wurde und als Piraten mit zunehmendem Transport von Kostbartkeiten die Meere unsicher machten.

Der Reiz solcher Geschichten fürs Kino ist ungebrochen; besonders da sich heute mit Computeranimation extreme Wasser- und Unterwasserwelten, Gespensterschiffwelten, riskante Wendemanöver, das Auftauchen eines Wrackes aus dem Meeresgrund, der fliegende Holländer oder die Verwandlung eines Flaschenschiffes in ein seetüchtiges Piratenschiff prächtig illustrieren lassen.

Auch Kämpfe von Piratenschiffen gegeneinander, das Aufgehen in Flammen, das Entern eines barock eingerichteten Schiffes der Briten (ha, ha, Brexitelei) oder gar das Aufbäumen eines Gespensterschiffes und die Verwandlung von toten Haien in lebende Kampfwaffen, gefährliche Rettungsmanöver an der eisernen Kettes eines Rettungsankers, Artisten an der Ankerkette nicht ratlos.

All das und der Attraktionen viele mehr hat ein Heer von Computer- und Zeichenkünstlern der verschiedensten Denominationen in diesem Film von Joachim Ronning und Espen Sandberg nach dem Drehbuch von Jeff Nathanson + 5 angefertigt und zu einem muskulösen Abenteuerfilm zusammengebaut, der von einer donnernden Musik getragen wird wie von schwerer See.

Es ist schon der 5. Piratenfilm mit Johnny Depp als Jack Sparrow, der erste, der eingeschlagen hat wie eine Bombe, ist über zehn Jahre her; aber das Genre zeigt kaum Ermüdungserscheinungen; wobei Johnny Depp seine Mittel für Sparrow erfahren einsetzt, das Verziehen des Mundes, der erstaunt-große Blick und die schlacksigen Trunkenheitsbewegungen; die sind wirkungsvoll wie eh und je und für den Rest sorgt die gut erzählte Geschichte, die verschiedene Figuren auf die Jagd nach dem Dreizack des Poseidon in unbekannte Gewässer schickt, weil ein jeder sich Erlösung verspricht.

Der Junge, mit dem der Film anfängt, Henry möchte seinen Vater, den er im Wrack des Fliegenden Holländers auf dem Meeresgrund mutig aufsucht, von seinem Fluch erlösen, das erzählt uns die Vorszene vor den Titeln.

Dann schwenkt der Film neun Jahre weiter nach St. Martin in der Karibik. Hier befindet sich Jack Sparrow in einer misslichen Situation im Banktresor voller Gold und Münzen. Halsbrecherische Aktion mit einem Mehrfachgespann von Ochsen soll ihn vor der staatlichen Verfolgung schützen. Den Inhalt des Tresors will er mit seinen Mannen teilen. Das geht katastrophal schief, kinoherrlich aufregend schief.

Die Action bringt ihn in Kontakt mit der als Hexe verfolgten Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario); sie weiß, wo der Dreizack sich befindet und will ihn ebenfalls finden, um zu beweisen, dass sie eine taugliche Wissenschaftlerin ist; denn das Hexenvorurteil gegen sie ist stark.

Henry (jetzt als Erwachsener gespielt von Brenton Thwaites, einem frischäugigen, jugendlichen Abenteuergesicht), taucht ebenfalls hier auf, weil er nur über Jack Sparrows den Fluch seines Vaters lösen kann. Hinter Sparrow und hinter dem Dreizack her ist ebenfalls das Gespensterschiff, flunkernde Geisterbahnanimationen mit Captain Salazar (Javier Bardem) der hat noch einige Rechnungen offen und auch ein britisches Handelsschiff bekommt Wind davon und interessiert sich.

Diese Ausgangslage sorgt für zwei Stunden ununterbrochener Action, wie sie das Kino als Volksvergnügen nicht besser bieten kann, wie sie unterm Titel Kintopp einsten attraktiv war. Die Macher dosieren ausgewogen zwischen Stuntaction und Computeranimation. Wobei auch hier die Schärfen-Defizite von 3D nicht ganz ausgemerzt sind. Und wie Sparrows auf St. Martin der Guillotine entkommt, da haben sie sich trickreich einiges einfallen lassen zwischen Mechanik und Glück.

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Überdosis.

Bei aller Überdosis an Symbolismus, Hipster-Design und tiefstehendem Sonnenstand tänzelt und tändelt die swingende Kamera und das Interesse von Terence Malick vibrierend und schier den Atem anhaltend um immer neuen Variationen zum Thema der Brüchigkeit der Liebe und des Liebesbekenntnisses und dem erlesenen Ensemble bestehend aus Ryan Gosling, Rooney Mara, Michael Fassbender, Natalie Portman, Cate Blanchett, Holy Hunter und anderen mehr zuzuschauen ist schon ein Wert für sich.

Auch für sie dürfte das Parkett der Liebe genau so wenig wie für den Regisseur und Drehbuchautor Terence Malick ein unbekanntes Blatt sein und ist trotzdem voller Ungewissheiten und Unsicherheiten.

Eine Spezialität dieses Filmes, der von Lied zu Lied heißt, sind die Originalauftritte von Iggy Pop, Patti Smith, John Lydon und anderen bei Backstage-Szenen von großen Open-Air-Konzerten. Wobei die mir wenig zur Erhellung des Themas beitragen.

Musik und Liebe. Es ist schon immer die Frage auch nach Karriere und ob eine Frau sich nicht ganz uneigennützig an einen Impresario heranmacht, in der Hoffnung der Karriere etwas nachzuhelfen. Insofern ist die Liebe ein problematisch Ding.

Und dann war da früher schon eine andere. Und eine Mutter findet, der Mann sei nicht der richtige für die Tochter. Väter kommen vor. Das scheinen brockenhafte Grundelemente für diese eleganten Liebesreflektionen zu sein.

Die Settings sind nebst den Backstages jede Menge schick-weltläufiger Wohnungen in luxuriösen Wohnhochhäusern oder Villen mit Pool. Dazwischen rollt der Verkehr und Vogelschwärme beharren bei Malick auf ihrem symbolischen Auftritt genauso wie der Wasserstrudel, die Meeresoberfläche, der Sturm, der Regen, die Natur, die dem Design nichts anhaben kann.

Für beide, für die Liebe und die Musik gilt, dass es darum gehe, etwas Reales zu empfinden, to feel something real, und die Suche nach Erfahrungen und die Angst, jemanden zu enttäuschen

Elegance, Nonchalence, Design, Stil und Liebeständeleien im Stile eines Hochglanzmagazins. Über Heuchelei und Lüge oder die speziellen Kräfte, die die Liebe gibt und Glück, Gespräch und Entfremdung, Annäherung, sanfte Berührung, keine Geheimnis voreinander haben, sich fühlen, spüren und berühren, und wenn es nur die Hand ist, die locker gegriffen wird, aber auch Misstrauen, Entfremdung, Erinnerung, Abbruch, das Biestsein, die lauernde Frau, die Opfer, bin ich ein guter Mensch?

Was sind die Elemente, die die Liebe ausmachen?
Ich war einst wie du, und wusste nicht, was ich heute weiß. Ich musste meinen Weg aus dir heraus zum Leben finden.

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Nach den Cannes-Träumereien Männer zeigen Filme, Frauen ihre Brüste ist Isabell Suba, Regie, jetzt im deutschen Kinoalltag angekommen, im Kinoserien-Wesen, in einem der immerhin im deutschen Inland erfolgreichen Genres, bei Mädels im Wachstum, mit Pferden und im Internat, Hanni und Nanni die Zwillinge, kein x.ter Aufguss, frisch wie am ersten Tag mit neuen, frischen, gewinnenden Gesichtern als Hanni und Nanni: Rosa und Lisa Meinecke, die auch schön singen.

Beim Buch taucht Isabell Suba nicht auf, da stehen Katrin Milhahn (Ente gut!), Sandra Nettelbeck (Ich bin dann mal weg), Antonia Rothe (Ente gut!) nach den Geschichten von Enid Blyton.

Die Dialoge sind manchmal etwas schreibtischstarrig. Das tut der Geschichte kaum Abbruch.

Die beiden Zwillingsschwestern sollen auf das Internat Lindenhof, weil die Eltern eine Auszeit brauchen. Erst sind die Mädels dagegen, dann finden sie Gefallen am Internatsleben mit vielen anderen Mädels, wovon eines sogar (muss Lia Huber sein) einen Internetblog „Babsis Breaking News“ betreibt mit den neuesten Sensationsnachrichten aus dem Internat.

Die Bloggerin führt die Mädels flott ein in den Betrieb, zeigt ihnen die Gruppen, die Streberinnen, die Tussis, Margret als musikalische Einzelgruppe, die Reiterclique und jene, die die Schülerzeitung organisieren. Und die Autoritäten, Maria Schrader macht sich gut als Direktorin, Katharina Thalbach wird als angelandete Französisch-Lehrerin allmählich zum unverkennbaren Maskottchen dieser Reihe.

Es kommt nach lustigen Streichen mit Wasserhähnen und Chemieexplosionen zu einer Entfremdung zwischen den Zwillingsschwestern. Die Lösung der Probleme von widerspenstigen, nicht zähmbaren Pferd Pegasus, das auch verknüpft ist mit dem Schicksal des Internats, das verkauft, niedergerissen werden und einem Hotelneubau weichen soll, wird zu einem glücklichen Ende und dazu führen, dass Hanni und Nanni auf der Schule bleiben wollen.

Wobei die Problemlösung Zähmung des Pferdes, Rettung der Schule und ganz nebenbei noch Familienzusammenführung bei den Besitzern, den von Knigges, recht kursorisch und skizzenhaft vor sich geht, damit nach 90 Minuten der Sack mit viel Glücksguss und Friede-Freude-Eierkuchen zugemacht werden kann.

Entweder bin ich milde geworden, oder dieses neue Hanni-Nanni-Pfanni ist wirklich erfrischender als die Vorgänger Hanni Nanni 2 und Hanni Nanni 3.

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