Wenn das im Internat Schreckenstein für die präpubertären Buben das größte Problem ist, einen neu angekommenen Jungen, Stephan, in ihren geheimen Ritterbund aufzunehmen und dazu den gleichaltrigen Mädchen vom nahegelegenen Internat Rosenfels einen Streich zu spielen, so kann wohl von einer lustigen, lebendigen, spaßigen Internatszeit gesprochen werden und so ist es auch verständlich, dass Stephan nicht mehr zu seiner Mutter zurückkehren möchte.

Ganz in diesem unterhaltsamen und fröhlichen Sinne ist auch die Verfilmung des Kinderbuches von Oliver Hassencamp nach dem Drehbuch von Simon Hauschild und Christian Limmer in der erfahrenen Regie von Ralf Huettner.

Die Lehrer werden bewusst etwas ins Extrem gezeichnet, es grenzt an Knallcharge, was Sophie Rois als verbiestert-humorlose Frau Dr. Horn und Katzenliebhaberin bietet, ihr Gegenspieler bei den Knaben, Henning Baum als Rex, vertritt die lasche, Augenzudrückpädagogik.

Es soll um Spaß an der Schule gehen, vor allem um die Streiche, die zuerst die Bürschchen spielen: nächtens Hühner in die Klassenzimmer der Mädchen zu schmuggeln, das wäre die Mutübung für Stephan; aber ein Mädchen ist wach, so ist das Gegackere und die Hinterlassenschaft der Hühner am nächsten Morgen im Klassenzimmer zu besichtigen. Große Aufregung nicht nur bei den Mädchen, sondern auch bei Frau Prof. Horn.

Der nächste Streich wird heftiger, denn die Buben sind Drohnentüftler; die Folgen sind gravierend: das Mädcheninternat ist nicht mehr bewohnbar, so müssen die Mädchen denn – in Reih und Glied und Uniform marschieren sie ein – sich bei den Buben einquartieren. Das provoziert weitere Streiche.

Höhepunkt ist das Burgfest auf Schreckenstein. Hier kulminieren die Ereignisse und Frau Doktor Horn hebt ab, das ist noch eine andere Geschichte, denn die Vorfahren der Grafen von Schreckenstein waren Luftfahrtpioniere. Und wer wünscht sich nicht, einen Diener wie Jean, Alexaner Beyer, zu haben, der die Elfjährigen konstant siezt und sein hochkomplizierten Sätzen gepflegt wegredet!

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