„Scrat stößt bei seiner endlosen Jagd nach der unerreichbaren Nuss in neue Dimensionen vor. Er wird ins Universum katapultiert, wo er versehentlich kosmische Kettenreaktionen auslöst, in deren Folge die Gefahr besteht, dass sich die Ice Age-Welt verändert oder gar zerstört wird. Sid, Manny, Diego und der Rest der Herde verlassen notgedrungen ihre Heimat und begeben sich auf eine Reise voller Spaß und Abenteuer. Dabei durchqueren sie exotische Länder und begegnen einer Vielzahl von neuen schillernden Charakteren.“

So weit die Inhaltsangebe aus dem Pressetext. Dieses bisschen Story dürfte aber nicht das Entscheidende sein an diesem Film von Mike Thurmeier und Galen T. Chu nach dem Drehbuch von Michael, Yoni Brenner u.a.

Wesentlich für die aniviserten kleinen Besucher dürfte sein, was sie selbst täglich erleben, dass sie aufstehen und es sie wieder hinknallt und dass sie wieder aufstehen und es sie wieder hinknallt. Nur passiert das hier überdimensioniert, im Sternenmaßstab, der noch dazu mit Computertrick angereichert wird.

Lustig ist vielleicht auch der Zusammenhang zwischen dem Titel „Ice“ für Eis und den animierten Figuren, die allesamt Stofftiere sind. Eis und Stofftiere, ein nicht ganz harmonischer Zusammenhang. Aber die Stofftiere werden es auch mit einem Vulkan zu tun bekommen und mit elektrifizierenden Materialien, denn sie müssen einen Meteor, der auf die Welt zu rast mit einer hochkomplizierten Vulkanmanipulation rechtzeitig vor der Zerstörung der Erde ablenken.

Und doch geht es im amerikanischen Kino, ob animiert oder fiktional, immer um die Familie. Dazu gehört erst mal das Heiraten – ein Hochzeitsfilm obendrein, die Liebe, die Liebe, die zwitschert zwischen Hundertausenden von Comic-Einfällen, die alle systematisch-industrieller Natur sind, vor allem geht es um das Fliegen durch den Raum, um den Aufprall, die Kollision (in der Sternendimension oder mit dem nächsten Pingpongball); dann wird die Figur vielleicht überrollt von einem Gegenstand, den sie selbst in Bewegung versetzt hat, wird platt gewalzt und im nächsten Moment reckt und streckt sie sich wieder und ist munter wie eh und je, Stehaufmännchenmechanismen, untötbar, wie sie den Kleinen nicht unbekannt sind – und die Erwachsenen sollten sich ein Beispiel daran nehmen, Kollisionen mal wieder spielerischer zu sehen.

Ein bisschen ist der Film auch wie ein Zoorundgang, alles mögliche Getier kommt darin vor, damit auch eine breite Palette von Geschmäckern erreicht wird, wer vieles bringt, wird vielen etwas bringen.

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