Im dänischen Flachland gedeihen mysteriöse, grausame Serien-Verbrechen der grässlichsten Art und es schluckt sie lange, bis sie, wenn überhaupt, an den Tag kommen.

Für diese Altlasten ist die in einen düster muffigen Keller verbannte Abgteilung Q des Verbrechensaufklärungsdezernates zuständig.

Das Team besteht aus dem immer stärker unter seiner Scheidung leidenden Kommissar Carl Morck, Nikolaj Lie Kaas, der mehr wie eine Halbleiche mit Tendenz zur Abwesenheit wirkt, denn wie ein wacher, neugieriger Kriminaler, seinem vierschrötigen, lebenspraktischen Sidekick Assad, Fares Fares, für den die Kriminalpolizei keine andere Verwendung hat und der vorm Betreten einer Wohnung die Schuhe auszieht und ihrer Mitarbeiterin, die im Büro für die Recherche zuständig ist, Rose, Johanne Louise Schmidt.

In Viborg stößt Lisa, Signe Anastassia Mannov als lokale Ermittlerin zu den beiden Männern auf Feldforschung, was Carl das Erlebnis einer Liebesnacht bereitet, der man sie Seltenheit ansieht und gerne attestiert.

Wartezeiten im Auto werden von Carl und Assad für lebensphilosophische und Lebenshilfe-Gespräche genutzt.

Das Ermittlertrio hat, so zeigen es die Vorgänger Filme Erbarmen und Schändung nach Romanen von Jussi Adler-Olsen, ein Faible für Serienmörder und so entsteht eine Serienmörder-Verfolger-Serie, eine Kinoserie.

Hier geht es um verschwundene Kinder, was aber niemandem so richtig aufgefallen sein will. Diesmal führt eine Flaschenpost in das religiös-sektierierische Milieu draußen im Land, ein besonders verschwiegenes Biotop, was Geduld und Langmut genug aufweist, den Topthrill und die größte Grausamkeit für das Finale aufzubewahren, bevor Aufnahmen vom Meer und von Windmühlen und einer Fischerhütte mitten im Wasser, das Auge wieder entspannen mit dem Resultat, dass der Zuschauer beim Verlassen des Kinos nicht befürchten muss, dem unangenehmen, so freundlich lachenden Herren mit Doppelleben zu begegnen.

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