Da kann man nur spoilern. Ach du liebe Dreieigigkeit, so haben wir diesen Moment kurz vor dem Exorzismus noch nicht gesehen – und das bei einer Frau, Hühnereier würgt sie hervor, Stücke drei. Damit ist der Hauptclou dieses Exorzismusfilmes ab Stange mit einem Cast ab Stange, dito der deutsche Synchroncast, leider bereits verraten.

Gut, es folgt noch ein Wunder. Aber wer das versteht, der hat sowieso schon mehr verstanden, als in dem Film wohl je zu verstehen sein wird. Mein Problem mit diesem Film ist, dass er für mich so in der Luft hängt. Was ist die Triebkraft der Macher, deren Namen wir hier höflich verschweigen wollen? Wollen sie mit diesem Film Geld verdienen? Wollen sie als Exorzismusfilmer Furore machen? Wollen sie das Genre auf die Schippe nehmen? Wollen sie das Phänomen und die katholische Kirche verteidigen? Wollen sie kritisch sein, spöttisch? Keine der Fragen scheint mir plausibel beantwortbar, denn dazu entspricht der Film überwiegend einer Art uninspirierten Standards des Genres ohne individuelle Merkmale, die Patres in Rom, die junge Frau in Amerika, über die die Phänomene kommen, der schwarze Rabe, der die weiße Taube verhöhnt, als Bote oder Symbol des Teufels, zufällige Tode um die Phänomen-Person herum, der Scheintod, die zuvor langweilig geschilderte, langweilige Realität, viele lange Gänge, gerne aus tiefer Kameraposition aufgenommen.

„He, wach auf, ich brauch den Dampfkocher“, das ist einer der Sätze, die für sich sprechen.
Ein Film, der so wenig gefangen nimmt, dass man derweil wunderbar an andere Dinge denken kann.

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