Buben, die sich nicht eine Zeit lang mit großen Helden identifizieren oder diese in ihren Bubenspielen spielen, das sind doch keine richtigen Buben.
Um ein solches Bubenspiel, scheint es mir, handelt es sich bei diesem Film von Ask Hasselbalch nach einem Drehbuch von Anders Tholm und Torbjorn Rafn. Pelle heißt unser Protagonist, ist 12 Jahre alt, das herrlichste Alter, um noch in freier Fantasie zu träumen.

Pelle fühlt sich unwichtig, nicht wahr genommen. Dabei hat er doch so ein wunderbar rundes Gesicht wie ein lachender Apfel. Er möchte wichtig sein. Die Gelegenheit kommt bald. Wie er vor zwei dumben, etwas größeren Buben, die ihn verfolgen, in einen Garten flieht, wird er von einer Ameise gebissen und ab da entwickelt er Riesenkräfte. Wovon so ein Bub sonst nur träumt.

Er ist aber nicht Batman oder Spiderman, er wird Antboy. Mit Hilfe seines intellektuellen Freundes Wilhelm, dem Comic Nerd, bastelt er sich ein Antboy-Kostüm und greift in bedrohlichen Situationen ein. Bald sind vor allem die Mädchen alle Fan von Antboy. Aber keine weiß, dass er dahinter steckt.

Es wird sich ihm jetzt ein mächtiger Gegner in den Weg stellen. Es ist Dr. Gaemelkra, der mit der örtlichen Pharmaciefabrik im Clinch liegt. Er hat auch eine eindrucksvolle Verkleidung, die eines Flohs und wird damit zur bedrohlichen Gefahr für Antboy. Denn Gaemelkra entführt ein Töchterchen des Fabrikdirektors. Dieses zu retten, wird Antboys größte Heldentat werden.

Was ist seine Lehre aus diesem verrückten Abenteuer, das hier kinderfantasiegerecht und mit voluminöser Musik aufgemotzt dargeboten wird? Dass er das Supermantum eigentlich gar nicht braucht, dass er sich ganz wohl fühlt als einer unter vielen, vor allem, weil er durch die Abenteuer Freunde gewonnen hat.

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