Turboanimation ab Band. Der Zuschauer wird zugeschüttet mit grellen deutschen Synchronstimmen und im übrigen ist im Zeichentrick alles möglich.

Eine ganz normale – oder eben nicht ganz normale – Weinbergstrecke kann es beim Grand Prix von Indianapolis mit dem Formel-1-Weltmeister aufnehmen und das Rennen gewinnen. Das wird auf die letzten Meter originell wie bei einem Querfeldeinrennen in der Provinz. Von einer Geschichte bleibt nur übrig, dass diese Schnecke „Turbo“, die von ihrem Bruder, der immer für ein Mädchen gehalten wird, „Theo“ genannt wird, davon träumt, ein Rennauto zu sein und nicht wie alle anderen Weinbergschnecken eine Tomaten-Schnecken bleiben möchte, insofern sie in einem riesigen Gewächshaus als Tomatenerntearbeiter zugange sind, die nur in den Pausen Stückchen von Tomaten sich genehmigen können.

Wobei die Tomaten für die Zeichner vor allem dazu gut sind, viel Unfug zu ersinnen, wie die Tomaten auf die Schnecken platzen und wie sie versuchen, sich ihrer zu erwehren und besonders reife Tomaten sind da zeichnerisch ergiebig.

Turbo träumt also davon, eine Rennschnecke zu werden. Schaut sich die Formel-1-Rennen im Fernsehen an, kennt sich aus. Er entdeckt auch seinen eigenen Turbomechanismus und muss ihn das erste Mal realitätstauglich einsetzen, wie sein Bruder von einer schwarzen Krähe ergriffen und über die Lüfte weggetragen wird. So kommt Turbo aus der Tomatenplantage hinaus und landet über den kleinen Umweg der zwei Taco-Brüder mit ihrem Taco-Imbisswagen in Indianapolis. Hier steigert sich die Chose zu einem erwartbaren Ende. Die Rennschnecken der beiden Taco-Brüder, die alle kleine Rennfans sind und mit lustigen Aufbauten Individualität markieren, bilden Turbos Rennstall für den Boxenstop. Rasende Fahrten zwischen Schnecke und den Boliden sind nun das größte Vergnügen der Zeichner und sie können nicht genug bekommen davon; denn es geht hier um realisierten Größenwahn und vor allem um eines: das Siegen.

Synthetisches Produkt aus einer industriellen Animations-Plantage.

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