Irgendwann habe ich mich gefragt, was mich noch an diesem Film hält, denn was er fürs Auge und für den Geist geboten hat, war nicht dazu angetan, allzu brennendes Interesse zu wecken, zu behaglich schlurfte die Geschichte vom Kinostandpunkt aus über die Leinwand.

Es war tatsächlich die Musik! So wäre ein Experiment zu versuchen, sich nur die Musik zu diesem Film anzuhören und mal schauen, was für ein Film im eigenen Kopf ablaufen würde, ob der nicht spannender wäre als diese Fortsetzung der „Fünf Freunde“, die diesmal vor allem im düsteren, engen Gemäuer eines Schlosses spielt.

Im ersten Teil ging es immerhin peripher noch um Naturschutz und zentral um von Gaunern gesuchte wissenschaftliche Erkenntnisse. Hier sind wir nun in einer „reinen“ Abenteuergeschichte. Es geht um das „Grüne Auge“, das vor Zeiten einer Statue gestohlen worden ist und hinter der im Moment zwei ziemlich dumme Halunken her sind. Die kriegen alsbald Verstärkung durch einen dritten Mann, der eben erfolgreich aus dem Knast ausgebrochen ist.

Auch die vier Freunde bekommen Verstärkung: mit Hardy als Nummer fünf, einem Buben wie aus einer Strahlemann-Kinderserie und Sohn eines schwerreichen Millionärs, der mit einem Butler in einem riesigen Schloss wohnt und entführt werden soll.

Weil einer der Freunde gerade des reichen Buben motorisiertes Vierrad ausprobiert, wird der nun entführt. Die anderen müssen ihren Freund retten. Ihnen hilft dabei noch ein Hund. Das ist das Muster, nach dem solche Geschichten ablaufen. Für Schauspieler sind die Rollen meist ein gefundenes Fressen. Das vermittelt uns glaubwürdig Oliver Korritke als Fil, einer der beiden Halunken. Mit seinen langen, strubbeligen Haaren und großen Augen ist er immer für einen kleinen Spaß oder auch mal einen Fehltritt zu haben. Seine Figuren sind nie richtig bösartig. So wie solche Kinderfiguren idealerweise sind.

Dagegen versucht sich Peter Lohmeyer in der Rolle des Oberbösewichtes mit Glatze und merkwürdigen Gesichtsverzerrungen, die mehr von Bemühung als von Rollenverständnis erzählen, gänzlich uncharmant, gänzlich unbeleckt von der Erkenntnis, dass Bösewichte in Kinderfilmen immer auch Sympathie einheimsen sollen. Wenn eine Figur nur hässlich abstossend ist, so mundet das nicht mehr so richtig.

Die Darsteller-Kids sind am Älterwerden. Sie sind die dabei die obere Altersgrenze für diese Art von Abenteuergeschichten zu erreichen. Das ist vielleicht auch noch so eine Diskrepanz, die sich hier andeutet. Da könnte es bald vorbei sein mit der Sorglosigkeit von Abenteuern um gestohlene Smaragde und um eine Burg namens „Eulennest“.

Mir kommt die Inszenierung gegenüber der Vorgängerfilm ruhiger, lahmer vor; zudem wirkt durch die vielen Innenaufnahmen vom Schloss alles viel düsterer, weniger frisch und fröhlich.

Für das Buch zeichnet Peer Klehmet (nah Enid Blyton), für die Regie Mike Marzuk.

Eine Antwort zu “Fünf Freunde 2”
  1. Hi! Ich bin ein Riesen george Fan, fande sie aber in diesem Teil zum mädchenhaft :

    1.Georges Haare waren zu lang (länger als im 1.teil)
    2. Sie trug die meiste Zeit ein Damenhemd (sah man weil die Knöpfe links von ihr aus waren.
    3.Am Anfang als sie die Sportjacke anhatte war ihr T-shirt zu weit ausgeschnitten! Kein Wunder, dass Hardy sofort wusste das sie ein Mädchen ist!

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