Gäbe es kein ZDF und keine diversen Filmförderer, wäre uns dieser Film in dieser holprigen, uninspirierten Form garantiert erspart geblieben. Es scheint sich um ein reines Förder- und TV-Geld- und Subventions-Melk-Produkt zu handeln.
Kein Wunder also, dass die Protagonistin im Film, die schwarze Milchkuh Benytha, Magenbeschwerden hat. Es dürfte sich um den Magen der Filmsubvention handeln. Doch die Heilung der Beschwerden kostet beim Tierarzt Geld. Das hat allerdings der Besitzer der Kuh nicht, ein offenbar bekannter Fernsehkomiker, der gerne einen Inder mit großen Augen, ulkigem Mund, zappeligen Bewegungen und billiger Akzentparodie darstellt. Er muss nun irgendwie die 1876 Euro und 54 Cent beschaffen. Als Putzkraft im Hochhaus, in dem der Ayran-Secret-Service residiert, kann er das niemals verdienen. Zum Glück muss dieser Geheimdienst gerade die Welt vor einem Bösewicht aus Holland retten und braucht, da seine besten Agenten bereits von der gegnerischen Viagra, einer Frau, die den Männern das Gehirn zwischen die Beine sinken und dort hervorstehende Gebilde entstehen lässt, ausgeschaltet worden sind, einen neuen Süperagenten.
Wie die Zufälle in so einem comedybemühten Drehbuch es wollen, taucht der Putzmann im richtigen Moment und am richtigen Ort auf und wird im weiteren Verlauf des Filmes, dem schon nach weniger als 80 Minuten Ideen und Puste längst ausgegangen sind, die Welt richtigerweise retten.
Etwas mühsame Fahrt gewinnt der Film in der Phase, wie der eine der offenbar getöteten Süperagenten wieder da ist – gespielt vom selben TV-Komiker, in dieser Figur aber mit einem kommentierenden Nachhuster nach jedem Satz und einseitig hochgezogenem Mundwinkel und ständig das Wort “Spost” im Mund – und wie die beiden Süperagenten um die Rettung der Welt konkurrieren.
An diesem Film haben (Gebühren- und Filmförder)Geld kassiert: die Autoren Dieter Tappert, Kaya Yanar, Norman Coester, der Regisseur Michael Karen, der Kameramann Stephan Schuh und viele andere kleine und kleinere, bedeutendere und weniger bedeutendere Chargen; aber auch der holländische Weltstar Rutger Hauer konnte den Subventionseuros nicht widerstehen und versucht dafür, komisch zu sein, eine mehr als traurige Angelegenheit.
Für dieses Produkt bescheidenen Geistes und von geringem künstlerischen Niveau haben Geld locker gemacht: das ZDF, die Film- und Medienstiftung NRW, der Deutsche Filmförderfonds DFFF und die Filmförderungsanstalt FFA. So werden sie allerdings die Welt nicht retten. Sie verteilen lediglich öffentliches Geld um auf ein paar gut an die Subventionszitzen angedockte Kanäle.
Dieser Film ist ferner ein einfaches Wildern auf der Abraumhalde sprachlicher Defizite nicht genuin Deutschsprechender und der Ersatzbegriffe für nichtgelebte Sexualität; ein Geschäft damit versprechen sich ganz offensichtlich die Produzenten Christian Becker und Martin Moszkowicz.

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Hoffentlich müssen die Fördergelder wieder zurückgezahlt werden, sobald der Film in die Gewinnzone kommt.