Das kommt mir vor wie das Resultat einer Computertomographie durch das Gefühlsleben eines Menschen innerhalb jenes kleinen Zeitfensters in seinem Leben, in welchem über die vermeintlich eine, lebenslängliche Paarung entschieden werden muss. Wer mit wem. Und da ist es ganz patent, wenn man eine junge Frau zwischen zwei jungen Männern hat; wobei „jung“ relativ ist, die Darsteller scheinen mir für das reale Alter, in dem diese Durchlässigkeit der Poren zur definitiven Paarung natürlich gegeben ist, schon zu alt; spielt aber keine Rolle, denn es geht hier kein bisschen um Erotik, auch nicht um Sex, noch um Wahlverwandschaften, es geht um die Entscheidung für einen Partner, und das im konservativsten Sinne, nämlich darum, den Partner FÜRS LEBEN zu finden. Nur so kann diese Entscheidung die extreme Bebilderung vertragen.

Den Seelenaufschluss symbolisieren nebst Wölfen die zwei Jünglinge Edward und Jacob, die beide um Bella buhlen, wobei Edward der Vampir ist, der Bleichling, der Böse, der Zwielichtige, der Verführerische und Jacob der Wolfige, der werbeaffin Bemuskelte, der ohne zweites Gesicht.

Nur weil die Entscheidungssituation der Frau als totalitär verstanden wird, muss sie so krass gegensätzlich illustriert werden. Einerseits Wildheit und Wölfe, andererseits Romantik und Zärtlichkeit und violette Wiesen im Gegenlicht.

Kommentar: die Wolpertinger-Phase des Menschen bildhaft in Griff zu kriegen ist kein leichtes Unterfangen. Vor allem, wenn das ohne jeden Humor mit bierischem Pseudoernst versucht wird (bis auf die paar bodenständigen Pointen des Polizistenvaters aus der abgestandenen wirklichen Wirklichwelt). Es ist halt eine Wahnsinnsphase. Das jedenfalls haben die Macher dieses Filmes kapiert.

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