Gänzlich ironie- nicht aber humorfreies Einrichtungskino. Eine frauliche Sicht auf das Leben als ein Modus des Einrichtens. Darum betreibt die Protagonistin einen ihrer gehobenen Klasse angemessenen Gebrauchtmöbelladen in einer schönen Avenue in New York. Leben heisst, sich einrichten in einem umfassenden Sinne. Diese Einrichtung muss ständig verteidigt werden gegen allerlei störende Einflüsse. In der Jugend sind es die Pickel. Im Erwachsenenalter ist es die Mammographie, später der Tod, der dann Haushaltsauflösungen zur Folge hat. Es können verbrannte Gerüche sein, die die Oma wahrzunehmen glaubt oder die Schädlichkeit von Mikrowellenherden, das sind Gesichtsbehandlungen oder Massagen für die schöne Haut, Dampf, der Poren öffnet. Da Einrichtung immer auch asozial ist, weil sie auch Abschirmung bedeutet, geht mit ihr, so ist zu folgern, ein schlechtes Gewissen einher. Dieses lässt sich nicht bändigen und möchte andauernd Gutes tun, möchte sich ehrenamtlich engagieren (anlässlich der Beerdigung der Oma werden ihre vielfältigen ehrenamtlichen Einsätze gewürdigt, die vor nichts halt machten). Dass die Entwicklung der Hauptfigur im Film offenbar die zu sein scheint, dass die Mutter am Ende der Tochter die Jeans für 200$ schenkt, die sie ihr anfangs verweigerte, was das zu bedeuten hat, darüber muss ich noch nachdenken.

Einträge (RSS)