Archiv für 30. Juni 2010

Ein Hardcore-Mutterbild aus Südkorea.

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Ein cineastisch mit den Möglichkeiten der Skizzenhaftigkeit modernder Kameras, die einen Verzicht auf umständliche Beleuchtungsorgien und somit auf das Thema konzentriertes Arbeiten ermöglichen, gelingender  Balanceakt, den riskanten Kippmoment im Leben eines jungen Mannes, der einerseits noch Kind zuhause ist, andererseits bereits triebgesteuerter Liebhaber, einzufangen. Wobei offenbar die Strenge koreanischer Eltern sowie die Anforderungen der Schule zusätzlich destabilisierend wirken. Dass das Narrative an den Enden sorglos ausfranst,  scheint dem Gegenstand sogar neckisch angemessen.

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Eine lange Meditation in Rot und zu Sitharklängen darüber, dass es weder Gut noch Böse gebe, mit beiläufig verhuschter Story erzählt und mit gelegentlichem Verschwimmen der Peripherie des Focus. Eine Art „Art Brut“ des modernen Kinos, nicht so grob und plump wie die neuesten deutschen Hinterkaifeck-Verfilmungen aber auch nicht so sophisticated, prägnant und abgehoben wie neuere Versuche von Godard oder von von Trier in der Nachfolge Rousseaus (Natur und Wald und Hirsch und Bach und Blut).

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