Archiv für 28. Januar 2010

Wie der Titel, so eigenschaftslos der Film. Es gibt Menschen, die erledigen alles mit der gleichen Hingabe oder auch Emotionslosigkeit, Erotik, Liebe, Sex, Kino, Frühjahrsputz oder das Ausfüllen der Steuererklärung. So ein Mensch scheint die Regisseurin zu sein. Anders lässt sich der konsequente Verzicht auf cinematographische Reize nicht erklären. Das übrige ist dann reine Geschmackssache, ob jemand gerne zuschaut, wie eine alternde Diva, hier als Arztgattin apostrophiert, wilde Sexszenen mit kräftigem, potentem Mann spielen darf. Hier ist es ein katalonischer Maurer, es könnte auch der Spengler oder der Postbote sein. Die Affäre, reduziert auf den Allgemeingehalt.

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Dünne Eigentumsdelikts- qua Erbstreitgeschichte über den grossen literaturhistorischen Kamm geschoren (berühmter Dichter, Kostüme aus dem Fundus, Dampfloks, vornehme russische Interieurs, Kutschen, Pferde, Salonwagen und Samoware, das russiche Volk und Tolstoi-Zitat-Einsprengsel); die Darsteller versuchen mit viel Emotion aus leicht zugänglicher Konserve die Dürftigkeit und das fehlende Need der ärmlich konstruierten Dialoge zu kompensieren und eine Handvoll deutscher Filmförderer geben einmal mehr Anlass zur Vermutung, dass sie in Sachen Drehbuchlesen nicht allzu bedarft seien, dass deutsches Money für Film nicht unbedingt „intelligent money“ sein muss.

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