Neue Filmzeitschrift: zoom – Das Magazin der Filmemacher
Geschrieben von: Timo in Journalismus, tags: Zeitschrift, zoom
Seit gestern gibt es eine neuartige Filmzeitschrift im deutschsprachigen Zeitschriftenhandel. zoom – Das Magazin der Filmemacher grenzt sich von den bisherigen Titeln dieser Branche ab. Das Konzept muss von Anfang an vor allem eine Frage beantworten: Warum in der Krise ausgerechnet eine neue Filmzeitschrift?
Es gibt bisher am deutschen Markt einige Branchenmagazine, die den Profibereich mit Drehberichten und technischen Neuerungen für Film und Fernsehen abdecken. Außerdem gibt es zahlreiche Rezensionsmagazine, in denen die aktuellen Filme und Festivals besprochen werden. Zu guter Letzt die Technikmagazie, die für den Consumer Geräte und Software testen und darüber schreiben.
zoom wagt den Brückenschlag. Der ambitionierte Filmer, dessen Leidenschaft über den Urlaubfilmschnitt am PC hinaus geht, soll genauso erreicht werden, wie der Filmstudent, der seinen Abschlussfilm für das Kino vorbereitet. Die Menschen, die Filme machen stehen bei zoom im Mittelpunkt. Erstaunlicherweise findet sich das selten in den Zeitschriften am Markt.
In zoom kommen die Filmemacher zu Wort. Ob es große Namen sind, wie Michael Ballhaus oder zoom-Autor Heiko Riemann, der über den Dreh seines Bewerbungfilmes berichtet. Auch Technik wird getestet. Aber nicht in tausend Tabellen. Kameramann Wolfgang Hannemann beurteilt aus seiner subjektiven Sicht mit scharfem Auge und trockenem Humor die neuesten Geräte.
Warum erzähle ich euch das? Ganz einfach: Seit dem Frühjahr bin ich als Volontär für zoom tätig. Seitdem sind wir dabei die erste Ausgabe und das ganze Konzept zum Laufen zu bringen. Die ersten Rückmeldungen aus der Filmbranche sind positiv. Jetzt liegt es mir ganz besonders daran, das Feedback von Kollegen, aus dem Journalismus zu hören.
Was haltet ihr davon? Nur ein weiteres Magazin? Oder echt mal was anderes? Klare Worte sind erwünscht!

Einträge (RSS)
- Logisch, als erstes ist es einmal einfach ein weiteres Blatt in der Branche.
- Wobei ich denke, gerade in der Krise sollte der Blättermarkt genügend Futter haben.
- Meines Wissens gab es übrigens bereits eine Zeitschrift mit dem Titel zoom, mag sein in der Schweiz und einige Zeit her; die profilierte sich mit anspruchsvollen Kritiken, wenn ich das recht erinnere.
- was mir fehlt in Deutschland, ist eine offene filmpolitische Diskussion, warum bei soviel Fördergeldern und um die 150 Filme Output pro Jahr die Bilanz, künstlerisch wie wirtschaftlich, unterm Strich so dürftig ist. (Warum es mir kaum je weh tut, wenn in einem deutschen Film ein Protagonist stirbt oder umgebracht wird; aber ich möchte hier keine Wortvogel-Diskussion anzetteln!). Es gibt unter den Filmen immer mal Ausreisser. Aber viele hochgesetzte Erwartungen werden nicht erfüllt. Es gibt immer wieder Ansätze zur Diskussion. Aber die werden meist sofort erstickt. (Paradebeispiel dazu die öffentliche Abwatschung – inklusive darauf folgender Absetzung von der Päpstin-Regie – von Schlöndorff durch Rohrbach in der SZ – bloss weil Schlöndorff sich erlaubt hatte, öffentlich über Kino und die Abgrenzung zum Fernsehen nachzudenken; gab es da einen solidarischen Aufschrei im Filmland?). Denn alle sind im Filmland mit allen verbandelt, selbst die Kritiker (über die Inserenten als Zeitungsmitfinanzierer, oder weil sie PR-Texte verfassen, weil sie in Jurys und Förderkommissionen sitzen etc.). … hier gäbe es eine Lanze zu brechen.
- im übrigen TOI! TOI! TOI! zum Zeitschriftenstart.
Ich glaube er wird Erfolg mit der Zeitschrift haben, weil ich auch schon nach etwas gesucht habe, was sich an Filmhersteller bzw Videofilmer richtet.
Hier die Internetadresse die ich gefunden habe.
zoom-video.de
Ich finde die Themenwahl wirklich gut.
Davon abgesehen wäre ich auch an wie auch immer gestaltete Kooperationen interessiert.
Grüße