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	<title>Kommentare zu: Wo beginnt der professionelle Freiraum?</title>
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		<title>Von: Perry</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2408</link>
		<dc:creator>Perry</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 00:26:06 +0000</pubDate>
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		<description>Mich stört nur das blaue Licht aus der vorletzten Reihe recht. Sonst ist alles in Ordnung. :D

Und beim Gabi musst du auch erstmal runterlaufen. Na gut, sagen wir 2 Minuten (inklusive Waschen der Griffel).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mich stört nur das blaue Licht aus der vorletzten Reihe recht. Sonst ist alles in Ordnung. <img src='http://www.filmjournalisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und beim Gabi musst du auch erstmal runterlaufen. Na gut, sagen wir 2 Minuten (inklusive Waschen der Griffel).</p>
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		<title>Von: Wortvogel</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2405</link>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 17:37:34 +0000</pubDate>
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		<description>@ Perry: Du weißt so gut wie ich, dass wir in 90 Prozent der hier relevanten Fälle vom &quot;Gabriel&quot; reden, und da ist das Klo ein paar Stufen neben dem Saal. 

Es gibt einen Unterschied zwischen unvermeidbaren Unterbrechungen und Belästigungen (Klo, Husten, Krampf, Hirnschlag) und vermeidbaren Unterbrechungen und Belästigungen (Verspätung, SMS, Quatschen). Aber darauf wärst du sicher auch selbst noch gekommen, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Perry: Du weißt so gut wie ich, dass wir in 90 Prozent der hier relevanten Fälle vom &#8220;Gabriel&#8221; reden, und da ist das Klo ein paar Stufen neben dem Saal. </p>
<p>Es gibt einen Unterschied zwischen unvermeidbaren Unterbrechungen und Belästigungen (Klo, Husten, Krampf, Hirnschlag) und vermeidbaren Unterbrechungen und Belästigungen (Verspätung, SMS, Quatschen). Aber darauf wärst du sicher auch selbst noch gekommen, oder?</p>
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		<title>Von: Perry</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2404</link>
		<dc:creator>Perry</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 17:25:50 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich ist die Frage polemisch, aber durchaus berechtigt. Wenn es hier um Respekt vor dem Film geht und man keine Sekunde verpassen darf, dann muss man auch mit voller Blase rumsitzen.

Und 3 bis 4 Minuten ist schon realistisch. Das Klo ist ja meist nicht direkt neben dem Kinosaal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist die Frage polemisch, aber durchaus berechtigt. Wenn es hier um Respekt vor dem Film geht und man keine Sekunde verpassen darf, dann muss man auch mit voller Blase rumsitzen.</p>
<p>Und 3 bis 4 Minuten ist schon realistisch. Das Klo ist ja meist nicht direkt neben dem Kinosaal.</p>
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	<item>
		<title>Von: Wortvogel</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2402</link>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 10:10:24 +0000</pubDate>
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		<description>@ Perry: Und b) wow - du pinkelst 3 oder 4 Minuten???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Perry: Und b) wow &#8211; du pinkelst 3 oder 4 Minuten???</p>
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		<title>Von: Wortvogel</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2401</link>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 10:09:57 +0000</pubDate>
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		<description>@ Perry: Das ist eine rein polemische Frage, weil du die Antwort weißt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Perry: Das ist eine rein polemische Frage, weil du die Antwort weißt.</p>
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		<title>Von: Perry</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2400</link>
		<dc:creator>Perry</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 10:06:10 +0000</pubDate>
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		<description>Aus reiner Neugier, Wortvogel: Darf man dann während der Pressevorführung auch nicht aufs Klo gehen? Da verpasst man ja auch locker 3 bis 4 Minuten Film.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus reiner Neugier, Wortvogel: Darf man dann während der Pressevorführung auch nicht aufs Klo gehen? Da verpasst man ja auch locker 3 bis 4 Minuten Film.</p>
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		<title>Von: Julian</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2394</link>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 11:36:21 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Torsten,

ich verstehe. Kann man so sehen, kein Problem, tu ich nur nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Torsten,</p>
<p>ich verstehe. Kann man so sehen, kein Problem, tu ich nur nicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Wortvogel</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2391</link>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 09:41:20 +0000</pubDate>
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		<description>Zwei Sachen stoßen mir hier auf:

&quot;Doch das absolute Killerargument für die Handy-Benutzung: Es handelte es sich um ein deutsches Drama.&quot; - das ist unredlich und setzt nur darauf, für die pauschale Herabwürdigung deutscher Dramen billigen Beifall zu bekommen.

&quot;Torsten hat Recht, indem er sagt, dass man einen Film komplett und aufmerksam gesehen haben muss, um ihn ganz verstehen zu können&quot; - und trotzdem verbringst du einen sehr langen Post damit zu erklären, dass das NICHT so ist.

Ich denke, die Standpunkte sind klar, wir können die Diskussion auch lassen. Das muss jeder für sich selber regeln. Es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass man in so einem Fall auch auf der Seite der Pressetante stehen kann, die es mit einem Schreiber zu tun hat, der erst zu spät kommt, sich dann den Anfang erklären lässt, und in der Folge anfängt, während des Films SMS zu schreiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Sachen stoßen mir hier auf:</p>
<p>&#8220;Doch das absolute Killerargument für die Handy-Benutzung: Es handelte es sich um ein deutsches Drama.&#8221; &#8211; das ist unredlich und setzt nur darauf, für die pauschale Herabwürdigung deutscher Dramen billigen Beifall zu bekommen.</p>
<p>&#8220;Torsten hat Recht, indem er sagt, dass man einen Film komplett und aufmerksam gesehen haben muss, um ihn ganz verstehen zu können&#8221; &#8211; und trotzdem verbringst du einen sehr langen Post damit zu erklären, dass das NICHT so ist.</p>
<p>Ich denke, die Standpunkte sind klar, wir können die Diskussion auch lassen. Das muss jeder für sich selber regeln. Es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass man in so einem Fall auch auf der Seite der Pressetante stehen kann, die es mit einem Schreiber zu tun hat, der erst zu spät kommt, sich dann den Anfang erklären lässt, und in der Folge anfängt, während des Films SMS zu schreiben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Julian</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2389</link>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 22:58:22 +0000</pubDate>
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		<description>@ Klaus:
@ Wortvogel:

Ich bin (fast) eindeutig auf der Seite von Klaus in dieser Frage. Mal abgesehen davon, dass ich sonst *nie* zu spät komme und *praktisch nie* das Handy benutze (wenn, dann nur zum Lesen von SMS oder zum Caller-ID gucken, wenn einer anruft - aber nur, wenn der Film mich lässt, keinesfalls jedoch zum Telefonieren, und all dies kommt vielleicht fünfmal im Jahr vor), denke ich nicht, dass wirklich jeder Film meine ungeteilte Aufmerksamkeit praktisch ohne Zwinkern benötigt.

Zum einen wage ich zu behaupten, das ich einschätzen kann, ob eine Szene mir erlaubt, kurz aufmerksamkeitstechnisch abzutauchen, und zum anderen wage ich zu behaupten, dass ich erfahren genug im Filmjournalismus bin, um die Essenz einer Szene, also den Dramaturgischen Betrag sozusagen, auch so zu erfassen.

Dies mag diskutabel sein, denn natürlich gibt es eine Menge Argumente gegen das Wegsehen: Im Bild kann etwas passieren, was man über den Ton allein gar nicht mitbekommen könnte, es könnte was Überraschendes passieren, was man versäumt, wenn man wegsieht (siehe die überraschende Wendung in &lt;em&gt;From Dusk &#039;til Dawn&lt;/em&gt;) und so weiter.

Andererseits sollte man ja auch aufs Klo gehen können und nachher immer noch sanft, aber verlustfrei an den Handlungsstrang zurückgeführt werden können. Das war zumindest früher der Fall, wo man den Zuspätkommern nochmal unauffällig die bisherige Handlung nahegebracht hat, und ist heute immer weniger üblich.

Doch das absolute Killerargument für die Handy-Benutzung: Es handelte es sich um ein deutsches Drama. Einstellungen von gefühlter Minutenlänge, bedeutungsschwangere, transusige Blicke, die aber auch nicht das geringste Dämmern einer Erkenntnis vermittelten. Schweigendes Herumgesitze, Herumgestehe oder Herumgeschlendere. Nichts ging vorwärts! Man möchte die Figuren anschieben oder treten, damit endlich was vorwärtsgeht! Es macht einen wahnsinnig, es ist zum Verrücktwerden! Ewige Einstellungen der Szenerie, völlig unnötige, dafür aber langweilige Nebenszenen (keine Handlungsstränge, sondern Mikrohandlungen in unnötigem Detail ohne jegliche erkennbare Bedeutung oder Folge) und ein Takt, so langsam wie die Gezeiten. Die Dialoge kreisten um den Punkt (sofern überhaupt einer da war), waren wenig trefflich formuliert und, wie der Rest des Films, so gar nicht mein Geschmack. Nein, ich habe keinerlei schlechtes Gewissen, eine SMS geschrieben zu haben. (Ich schrieb den Text übrigens nach der Exposition, also in der ersten &quot;Ruhephase&quot; des Films, doch ahnte ich nicht, dass es so beängstigend ruhig bleiben würde.)

Zum &lt;em&gt;Mann mit Anspruch&lt;/em&gt;: Ich sehe mich sehr wohl als Mann mit Anspruch, danke für das Kompliment, doch dies ist einer der seltenen Fälle, in denen meine persönliche Meinung über den Film ins Bodenlose fällt, wärend die Kritik im unteren Mittelmaß angesiedelt werden wird. Ich versuche ja stets, Meinung und Kritik zu trennen, daher suche ich mir meist nur Filme aus, bei denen die Leser auch was von der Kritik haben werden. Immer gelingt mir das nicht, und wenn mir ein Film aus anderen Gründen nicht gefällt, erfährt das die Leserschaft eigentlich meistens nicht. Ich brauche Gründe für das Versagen eines Films vor mir, neutral nachvollziehbare, und da darf meine persönliche Meinung natürlich keine Rolle spielen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Torsten hat Recht, indem er sagt, dass man einen Film komplett und aufmerksam gesehen haben muss, um ihn ganz verstehen zu können (zu können! Siehe mein in-den-Wald-Erlebnis mit den &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.filmjournalisten.de/?p=2129&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Watchmen&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;), und um dann eine ernsthafte Kritik schreiben zu können. Wobei die Frage ist, wie genau &quot;komplett und aufmerksam&quot; zu definieren ist. Doch Klaus hat auch Recht, wenn er sagt, dass ich am Arbeitsplatz gewisse Freiheiten haben sollte, und dass der Film ja mich fesseln muss. Als Cineast und Filmjournalist aus Leidenschaft biete ich einem Film genug Ansatzpunkte, mich zu fassen, denke ich. Und in &lt;del datetime=&quot;2009-03-11T22:58:38+00:00&quot;&gt;99%&lt;/del&gt; 95% der Vorführungen sitze ich aufmerksam und unabgelenkt, oft sogar bis zum Ende des Nachspanns, und lasse mein Handy unberührt.

Aber stimmt schon, eine echt passende Retourkutsche fällt einem meistens viel zu spät ein. Vielleicht hätte ich ja auch sagen sollen: &quot;Was latschen Sie denn während der Vorführung herum, das irritiert mich jetzt total!&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Klaus:<br />
@ Wortvogel:</p>
<p>Ich bin (fast) eindeutig auf der Seite von Klaus in dieser Frage. Mal abgesehen davon, dass ich sonst *nie* zu spät komme und *praktisch nie* das Handy benutze (wenn, dann nur zum Lesen von SMS oder zum Caller-ID gucken, wenn einer anruft &#8211; aber nur, wenn der Film mich lässt, keinesfalls jedoch zum Telefonieren, und all dies kommt vielleicht fünfmal im Jahr vor), denke ich nicht, dass wirklich jeder Film meine ungeteilte Aufmerksamkeit praktisch ohne Zwinkern benötigt.</p>
<p>Zum einen wage ich zu behaupten, das ich einschätzen kann, ob eine Szene mir erlaubt, kurz aufmerksamkeitstechnisch abzutauchen, und zum anderen wage ich zu behaupten, dass ich erfahren genug im Filmjournalismus bin, um die Essenz einer Szene, also den Dramaturgischen Betrag sozusagen, auch so zu erfassen.</p>
<p>Dies mag diskutabel sein, denn natürlich gibt es eine Menge Argumente gegen das Wegsehen: Im Bild kann etwas passieren, was man über den Ton allein gar nicht mitbekommen könnte, es könnte was Überraschendes passieren, was man versäumt, wenn man wegsieht (siehe die überraschende Wendung in <em>From Dusk &#8217;til Dawn</em>) und so weiter.</p>
<p>Andererseits sollte man ja auch aufs Klo gehen können und nachher immer noch sanft, aber verlustfrei an den Handlungsstrang zurückgeführt werden können. Das war zumindest früher der Fall, wo man den Zuspätkommern nochmal unauffällig die bisherige Handlung nahegebracht hat, und ist heute immer weniger üblich.</p>
<p>Doch das absolute Killerargument für die Handy-Benutzung: Es handelte es sich um ein deutsches Drama. Einstellungen von gefühlter Minutenlänge, bedeutungsschwangere, transusige Blicke, die aber auch nicht das geringste Dämmern einer Erkenntnis vermittelten. Schweigendes Herumgesitze, Herumgestehe oder Herumgeschlendere. Nichts ging vorwärts! Man möchte die Figuren anschieben oder treten, damit endlich was vorwärtsgeht! Es macht einen wahnsinnig, es ist zum Verrücktwerden! Ewige Einstellungen der Szenerie, völlig unnötige, dafür aber langweilige Nebenszenen (keine Handlungsstränge, sondern Mikrohandlungen in unnötigem Detail ohne jegliche erkennbare Bedeutung oder Folge) und ein Takt, so langsam wie die Gezeiten. Die Dialoge kreisten um den Punkt (sofern überhaupt einer da war), waren wenig trefflich formuliert und, wie der Rest des Films, so gar nicht mein Geschmack. Nein, ich habe keinerlei schlechtes Gewissen, eine SMS geschrieben zu haben. (Ich schrieb den Text übrigens nach der Exposition, also in der ersten &#8220;Ruhephase&#8221; des Films, doch ahnte ich nicht, dass es so beängstigend ruhig bleiben würde.)</p>
<p>Zum <em>Mann mit Anspruch</em>: Ich sehe mich sehr wohl als Mann mit Anspruch, danke für das Kompliment, doch dies ist einer der seltenen Fälle, in denen meine persönliche Meinung über den Film ins Bodenlose fällt, wärend die Kritik im unteren Mittelmaß angesiedelt werden wird. Ich versuche ja stets, Meinung und Kritik zu trennen, daher suche ich mir meist nur Filme aus, bei denen die Leser auch was von der Kritik haben werden. Immer gelingt mir das nicht, und wenn mir ein Film aus anderen Gründen nicht gefällt, erfährt das die Leserschaft eigentlich meistens nicht. Ich brauche Gründe für das Versagen eines Films vor mir, neutral nachvollziehbare, und da darf meine persönliche Meinung natürlich keine Rolle spielen.</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Torsten hat Recht, indem er sagt, dass man einen Film komplett und aufmerksam gesehen haben muss, um ihn ganz verstehen zu können (zu können! Siehe mein in-den-Wald-Erlebnis mit den <em><a href="http://www.filmjournalisten.de/?p=2129" rel="nofollow">Watchmen</a></em>), und um dann eine ernsthafte Kritik schreiben zu können. Wobei die Frage ist, wie genau &#8220;komplett und aufmerksam&#8221; zu definieren ist. Doch Klaus hat auch Recht, wenn er sagt, dass ich am Arbeitsplatz gewisse Freiheiten haben sollte, und dass der Film ja mich fesseln muss. Als Cineast und Filmjournalist aus Leidenschaft biete ich einem Film genug Ansatzpunkte, mich zu fassen, denke ich. Und in <del datetime="2009-03-11T22:58:38+00:00">99%</del> 95% der Vorführungen sitze ich aufmerksam und unabgelenkt, oft sogar bis zum Ende des Nachspanns, und lasse mein Handy unberührt.</p>
<p>Aber stimmt schon, eine echt passende Retourkutsche fällt einem meistens viel zu spät ein. Vielleicht hätte ich ja auch sagen sollen: &#8220;Was latschen Sie denn während der Vorführung herum, das irritiert mich jetzt total!&#8221;</p>
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		<title>Von: Wortvogel</title>
		<link>http://www.filmjournalisten.de/2009/03/08/wo-beginnt-der-professionelle-freiraum/comment-page-1/#comment-2386</link>
		<dc:creator>Wortvogel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 19:06:52 +0000</pubDate>
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		<description>@ Ben: Cool ist neuerdings, sich in Pressevorführungen daneben zu benehmen? Na prima, dass ich uncool bin. 

Ich war nie cool. Wollte es auch nie sein. Du hast nicht richtig hingeguckt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ben: Cool ist neuerdings, sich in Pressevorführungen daneben zu benehmen? Na prima, dass ich uncool bin. </p>
<p>Ich war nie cool. Wollte es auch nie sein. Du hast nicht richtig hingeguckt.</p>
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