Wo beginnt der professionelle Freiraum?
Geschrieben von: Julian in Allgemein, Journalismus, KinoIch erlebte eine etwas seltsame Situation bei einer der Pressevorführungen der vergangenen Woche: Ich habe ca. eine Minute nach Filmstart den Saal betreten, da ich mich ausnahmsweise verspätet hatte. Die Pressebetreuung befand sich im Saal, noch im Eingangsbereich, und hatte sich noch nicht gesetzt. Ich fragte flüsternd, ob man mir bitte kurz die bisherige Handlung zusammenfassen könnte. Dies war schnell gemacht, dann suchte ich einen Platz in der letzten Reihe auf, wo ich ja üblicherweise sitze, zog möglichst leise Rucksack und Mantel aus (wir mussten nichts abgeben bei dieser Vorführung), ließ meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen und verfolgte den Film.
Außer mir waren vielleicht noch zehn, fünfzehn Kollegen über den Saal verteilt, niemand sonst saß in der letzten Reihe. Der nächste Kollege saß bestimmt 8 Plätze weiter rechts, drei oder vier Reihen weiter vorne. Die Pressebetreuung setzte sich in die zweite Reihe von hinten ganz links, etwa 5 Meter von mir entfernt. Ich zog mein Handy aus der Hosentasche, schaltete es auf lautlos und begann, eine SMS zu schreiben, deren Verfassen nötig war. Dem Film konnte ich dabei leicht folgen, denn die Handlung plätscherte so dahin und war zu diesem Zeitpunkt nicht besonders anspruchsvoll. (Hint: Das Genre war nicht Thriller)
Nach etwa einer Minute stand die Pressebetreuung plötzlich auf, betrat die letzte Reihe, kam zu mir herüber, und beugte sich zu mir hinunter: “Machst Du das aus jetzt!” – “Ach so, hätte ich das Handy abgeben müssen? Sorry, hab ich nicht gesehen, Moment.” antwortete ich. – “Nein, aber Du musst doch aufpassen!” war die Antwort.
Ich schickte die SMS unter den strengen Blicken der sich nun wieder hinsetzenden Pressebetreuung ab und verstaute das Handy dann ostentativ unerreichbar in meiner Hosentasche. Erst dann fiel mir auf, dass die Pressebetreuung nicht einmal “bitte” gesagt hatte.
Mal ehrlich: Ist es mir nicht freigestellt, im Kino Nase zu bohren, mich im Schritt zu kratzen oder die Lautsprecher zu zählen, wenn ich mag? Solange es niemanden stört, kann ich ja wohl auch das Handy benutzen (für eine geräuschlose SMS im fast leeren Kino wohlgemerkt, nicht zum telefonieren). Allein durch die räumliche Entfernung kann die Pressebetreuung mein Verhalten ja nur durch einen Kontrollblick mitbekommen haben. Ich habe nie unterschrieben, dass ich verpflichtet bin, aufzupassen. Und ob ich an meinem Arbeitsplatz eine (möglicherweise arbeitsbezogene) SMS schreibe, ist ja wohl immer noch mein Bier!
Ich finde es eine bodenlose Frechheit, wie ein Schuljunge gemaßregelt worden zu sein, noch dazu als Selbständiger und von jemanden, der mich eigentlich auf Augenhöhe und partnerschaftlich behandeln sollte – und der nachher auch noch meine Meinung zum Film abgreifen will.
Wenn der Veranstalter verhindern will, dass die Journalisten ihre Handies benutzen, sollen sie eine Garderobe einrichten und die Geräte vor der Vorstellung einsammeln. Das ist gängige, akzeptierte Praxis und kein Problem. Wenn sie es aber gestatten, seine kompletten Gerätschaften mit in den Saal zu nehmen, dann sollte es auch kein schräges Anmachen von der Seite geben, wenn mal einer eine SMS schreibt.
Was anderes wäre es gewesen, wenn ich mich des Mitfilmens verdächtig gemacht hätte. Hier hätte man höflich eine entsprechende Frage stellen können oder vorsichtshalber (ebenfalls höflich) auf ein Mitfilmverbot hinweisen können. Auch kann ein Handy im Kino natürlich durch die Displaybeleuchtung stören – doch ich war völlig alleine in meiner ganzen Reihe, die ja auch noch dazu ganz hinten war. Hier genügt ein höflicher Hinweis, und nahezu jeder würde das Handy verschwinden lassen.
Aber mich ohne “bitte” anfahren wie einen unartigen Hund, der sein Stöckchen nicht loslassen will, und das dann auch noch mit einer absolut lachhaften Begründung untermauern, finde ich eine zu große Einflußnahme in meine berufliche und persönliche Sphäre. Das geht einfach niemanden was an – zumindest unter diesen Umständen.
Nichts gegen die Pressebetreuung persönlich – aber der Ton macht die Musik.

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Du kannst doch froh sein, nicht gleich abgeholt worden zu sein. Schließlich hättest du den Film mitschneiden können und dann ins Internetz stellen! Du!
Alternativ kann man das nächste mal auch mit einem schnippischen: “Sieh zu das du Land gewinnst, sonst brech ich
dich in der Mitte durch!” die Situation klar auf seine Seite ziehen.
eine entsprechende entgegenung deinerseits wäre wohl das beste gewesen (es muss ja nicht gleich der von ben vorgeschlagene satz sein
).
kann deinen unmut aber gut verstehen. empfinde teilweise schon die hochsicherheitskontrollen bei manchen vorführungen als arge belästigung. erst recht dann, wenn, wie neulich vor “watchmen” geschehen, eine alte dame mit stock nochmal durch das halbe kino gejagt wird, nur weil sie versehentlich den falschen eingang genommen hat und man sie noch nicht durchleuchten konnte. da hört die gutmütigkeit imo dann doch auf.
“Außer mir waren vielleicht noch zehn, fünfzehn Kollegen über den Saal verteilt, niemand sonst saß in der letzten Reihe. Der nächste Kollege saß bestimmt 8 Plätze weiter rechts, drei oder vier Reihen weiter vorne. Die Pressebetreuung setzte sich in die zweite Reihe von hinten ganz links, etwa 5 Meter von mir entfernt. Ich zog mein Handy aus der Hosentasche, schaltete es auf lautlos und begann, eine SMS zu schreiben, deren Verfassen nötig war.”
An der Stelle bin ich ein wenig sauer geworden…
Unhöflich hoch drei, die Dame. Beruf verfehlt. Aber mal ehrlich, am meisten wurmt Dich, dass Du gespurt hast und Dir nicht sofort eine passende Erwiderung eingefallen ist, oder?
Lieber Klaus,
Du kennst mich wirklich gut: Du hast völlig Recht. Das Problem ist natürlich, dass ich wirklich die Schnauze gestrichen voll haben muss, bis ich mal ausfällig oder auch nur abwehrend werde. Ich bin viel zu konfliktscheu und gutmütig für die Medienbranche (und eine Menge anderer Branchen, fürchte ich), wenn ich die Pressebetreuung (ich hab übrigens nie ein Geschlecht genannt) wirklich so angefahren hätte, währe ich ihr wahrscheinlich nachgelaufen, um mich zu entschuldigen und Frieden zu machen. Mir fehlt wohl der Killerinstinkt. Ich brauche einen Agenten, fürchte ich. Talk to the Hand. Oder so.
Dazu ist mir heute früh eingefallen:
“Der Klügere gibt nach.” (Sprichwort)
“Und genau deswegen hat der Klügere ja auch nie Geld*!” (Julian Reischl)
(je nach Bedarf einfügen: *Frauen, *Urlaub, *hemmungslosen Spontansex, *das Glück auf seiner Seite, oder ähnliches)
@Peroy: Ich mach das normalerweise auch nicht, aber der Film schleppte sich so langsam und ereignislos dahin, dass ich bis jetzt noch nicht weiß, was ich darüber schreiben soll. Und die SMS war wirklich nötig.
@Ben: Das wäre zwar eine echt gute Entgegnung gewesen, aber wohl auch mein klägliches Ende im Verteiler dieser Presseagentur. Ein gues Beispiel für etwas, was auf der Leinwand sicher gut funktioniert und lustig ist, im wahren Leben aber einem sozialen Atomschlag gleichkommt.
@thomas: Wenn Du die Münchner Vorführung von Watchmen meinst, dann hab ich das auch mitbekommen. Ja, manchmal ist die Security schon sehr bissig wegen wirklich nichts und wieder nichts. Ich glaube echt nicht, dass die alte Dame oder die anderen aus unserem Berufsumfeld technisch in der Lage wären oder kriminell genug, mitzuschneiden und das dann online zu geben. Wer bewacht die Wächter? Vielleicht die 20-jährigen Pressepraktikantinnen am Counter?
Es spukt mir da eine Szene im Unterbewusstsein herum, aber noch will mir nicht einfallen, wo ich sie gesehen oder gelesen habe. Wahrscheinlich in einem Text von Max Goldt.
Auch er beklagt sich darüber, dass ihm in solchen Situationen schlagfertige, geistreiche Erwiderungen immer erst einfallen, wenn die Gelegenheit gerade verstrichen und die Gegenseite triumphierend von dannen gezogen ist.
Habe jetzt nur dieses Zitat gefunden, geht auch in die Richtung:
http://www.spreeblick.com/2007/06/14/kurze-ode-an-eine-frau-mit-giftzahnen/#comment-454348
Sorry, da muss ich widersprechen – ein Pressevertreter, der erstmal zu spät kommt, und dann auch noch im Kino SMS schreibt? Was ist denn das für eine Arbeitseinstellung? Angeschaltete Handys (ob SMS, Telefon, oder Tetris) haben im Saal nichts verloren. Wenn die SMS wichtiger ist als der Film, macht man das draußen. In meinen Augen zeigt so ein Verhalten mangelnden Respekt vor dem Film und den Veranstaltern der Presse. Es gibt für mich da kein “ich wollte doch nur mal schnell…”
Hätte die Pressedame souveräner reagieren können? Sicher.
Angesichts der Raubkopien habe ich kein Problem auch mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen. Höflich müssen sie natürlich bleiben. Mein Handy lasse ich deshalb sowieso zu Hause – was ich nicht dabei habe, muss ich auch nicht abgeben.
Sorry, da muss ich wiederum widersprechen.
Hätte Julian rechtzeitig kommen können? Aber ja. Hätte er seine SMS vorher schreiben können? Auch das.
Doch eine Pressevorführung ist kein Hochamt. Solange er still ist und es keine Sitznachbarn gibt, die durch das Display-Licht gestört werden, sollte ein Journalist mit seinem Handy tun können, was er will.
Respekt vor dem Film? Ein Film, der solchen Respekt verdient, wird mich so fesseln, dass ich gar nicht auf die Idee komme, etwas anderes zu tun.
Respekt vor den Veranstaltern der Presse? Ich denke, es gehört zum Berufsrisiko von PR-Arbeitern, dass die von ihnen beworbenen Produkte zuweilen auf weniger Interesse stoßen, als sie es sich wünschen.
Das Verhalten der Pressedame (so es denn eine solche ist) in diesem Fall erinnert mich an einen Menschen, der mir 1996 im Münchner Filmmuseum verbieten wollte, während einer Vorführung von Fritz Langs “Nibelungen” (ohne Live-Begleitung) ein paar Rosinen zu essen – mit den Worten “Hier wird nicht gegessen!” Da fiel mir die passende Erwiderung leider auch nicht gleich ein. Und ich hatte wirklich Hunger.
@ Klaus: Klar kann man da anderer Meinung sein. Jeder, wie er mag. Aber es sei mir gestattet, das anders zu sehen.
Zu einer Presse zu spät zu kommen – ist peinlich, kommt aber vor (niemand ist perfekt). Aber als Pressevertreter ist es meine Aufgabe, dem Film zu folgen, weil ich kompetent darüber schreiben soll. Das ist der Unterschied zum normalen Kinobesucher, der keine solche Verpflichtung eingeht. Wo das Problem liegt, kann man besser erkennen, wenn man die Situation ein wenig überhöht: darf ich dann auch eine Taschenlampe anmachen und ein Buch lesen, wenn der Film nicht so doll ist? Habe ich den Film dann hinterher trotzdem noch vollständig gesehen?
Ich erwarte von Leuten, die einen Film besprechen, dass sie den auch vollständig und konzentriert gesehen haben. Das tut manchmal weh (“Knowing”), aber es gehört zum Beruf.
Tut mir leid – Pressevorführungen sind dazu da, sich Filme anzusehen. Nicht zum SMS schreiben. Nicht zum Cartoons kritzeln. Nicht zum Quatschen. Nicht zum mit der Freundin fummeln. Minimaler Speisenverzehr (geräuschlos) geht, weil/wenn er nicht ablenkt.
Meine Meinung. Nicht mehr. Mich wundert nur, dass Julian (den ich eigentlich für einen Mann mit Anspruch halte) das nicht so sieht.
Nachtrag: Mich wundert immer, wie schwer sich Menschen mit Erwiderungen tun. Wenn zu mir eine Pressetante sagt “Hier wird nicht gegessen!”, erwidere ich freundlich lächelnd: “Offensichtlich schon”.
Siehe dazu auch: http://wortvogel.de/?p=4288
Der Wortvogel war mal cool. Lang, lang ist’s her…
@ Ben: Cool ist neuerdings, sich in Pressevorführungen daneben zu benehmen? Na prima, dass ich uncool bin.
Ich war nie cool. Wollte es auch nie sein. Du hast nicht richtig hingeguckt.
@ Klaus:
@ Wortvogel:
Ich bin (fast) eindeutig auf der Seite von Klaus in dieser Frage. Mal abgesehen davon, dass ich sonst *nie* zu spät komme und *praktisch nie* das Handy benutze (wenn, dann nur zum Lesen von SMS oder zum Caller-ID gucken, wenn einer anruft – aber nur, wenn der Film mich lässt, keinesfalls jedoch zum Telefonieren, und all dies kommt vielleicht fünfmal im Jahr vor), denke ich nicht, dass wirklich jeder Film meine ungeteilte Aufmerksamkeit praktisch ohne Zwinkern benötigt.
Zum einen wage ich zu behaupten, das ich einschätzen kann, ob eine Szene mir erlaubt, kurz aufmerksamkeitstechnisch abzutauchen, und zum anderen wage ich zu behaupten, dass ich erfahren genug im Filmjournalismus bin, um die Essenz einer Szene, also den Dramaturgischen Betrag sozusagen, auch so zu erfassen.
Dies mag diskutabel sein, denn natürlich gibt es eine Menge Argumente gegen das Wegsehen: Im Bild kann etwas passieren, was man über den Ton allein gar nicht mitbekommen könnte, es könnte was Überraschendes passieren, was man versäumt, wenn man wegsieht (siehe die überraschende Wendung in From Dusk ’til Dawn) und so weiter.
Andererseits sollte man ja auch aufs Klo gehen können und nachher immer noch sanft, aber verlustfrei an den Handlungsstrang zurückgeführt werden können. Das war zumindest früher der Fall, wo man den Zuspätkommern nochmal unauffällig die bisherige Handlung nahegebracht hat, und ist heute immer weniger üblich.
Doch das absolute Killerargument für die Handy-Benutzung: Es handelte es sich um ein deutsches Drama. Einstellungen von gefühlter Minutenlänge, bedeutungsschwangere, transusige Blicke, die aber auch nicht das geringste Dämmern einer Erkenntnis vermittelten. Schweigendes Herumgesitze, Herumgestehe oder Herumgeschlendere. Nichts ging vorwärts! Man möchte die Figuren anschieben oder treten, damit endlich was vorwärtsgeht! Es macht einen wahnsinnig, es ist zum Verrücktwerden! Ewige Einstellungen der Szenerie, völlig unnötige, dafür aber langweilige Nebenszenen (keine Handlungsstränge, sondern Mikrohandlungen in unnötigem Detail ohne jegliche erkennbare Bedeutung oder Folge) und ein Takt, so langsam wie die Gezeiten. Die Dialoge kreisten um den Punkt (sofern überhaupt einer da war), waren wenig trefflich formuliert und, wie der Rest des Films, so gar nicht mein Geschmack. Nein, ich habe keinerlei schlechtes Gewissen, eine SMS geschrieben zu haben. (Ich schrieb den Text übrigens nach der Exposition, also in der ersten “Ruhephase” des Films, doch ahnte ich nicht, dass es so beängstigend ruhig bleiben würde.)
Zum Mann mit Anspruch: Ich sehe mich sehr wohl als Mann mit Anspruch, danke für das Kompliment, doch dies ist einer der seltenen Fälle, in denen meine persönliche Meinung über den Film ins Bodenlose fällt, wärend die Kritik im unteren Mittelmaß angesiedelt werden wird. Ich versuche ja stets, Meinung und Kritik zu trennen, daher suche ich mir meist nur Filme aus, bei denen die Leser auch was von der Kritik haben werden. Immer gelingt mir das nicht, und wenn mir ein Film aus anderen Gründen nicht gefällt, erfährt das die Leserschaft eigentlich meistens nicht. Ich brauche Gründe für das Versagen eines Films vor mir, neutral nachvollziehbare, und da darf meine persönliche Meinung natürlich keine Rolle spielen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Torsten hat Recht, indem er sagt, dass man einen Film komplett und aufmerksam gesehen haben muss, um ihn ganz verstehen zu können (zu können! Siehe mein in-den-Wald-Erlebnis mit den Watchmen), und um dann eine ernsthafte Kritik schreiben zu können. Wobei die Frage ist, wie genau “komplett und aufmerksam” zu definieren ist. Doch Klaus hat auch Recht, wenn er sagt, dass ich am Arbeitsplatz gewisse Freiheiten haben sollte, und dass der Film ja mich fesseln muss. Als Cineast und Filmjournalist aus Leidenschaft biete ich einem Film genug Ansatzpunkte, mich zu fassen, denke ich. Und in
99%95% der Vorführungen sitze ich aufmerksam und unabgelenkt, oft sogar bis zum Ende des Nachspanns, und lasse mein Handy unberührt.Aber stimmt schon, eine echt passende Retourkutsche fällt einem meistens viel zu spät ein. Vielleicht hätte ich ja auch sagen sollen: “Was latschen Sie denn während der Vorführung herum, das irritiert mich jetzt total!”
Zwei Sachen stoßen mir hier auf:
“Doch das absolute Killerargument für die Handy-Benutzung: Es handelte es sich um ein deutsches Drama.” – das ist unredlich und setzt nur darauf, für die pauschale Herabwürdigung deutscher Dramen billigen Beifall zu bekommen.
“Torsten hat Recht, indem er sagt, dass man einen Film komplett und aufmerksam gesehen haben muss, um ihn ganz verstehen zu können” – und trotzdem verbringst du einen sehr langen Post damit zu erklären, dass das NICHT so ist.
Ich denke, die Standpunkte sind klar, wir können die Diskussion auch lassen. Das muss jeder für sich selber regeln. Es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass man in so einem Fall auch auf der Seite der Pressetante stehen kann, die es mit einem Schreiber zu tun hat, der erst zu spät kommt, sich dann den Anfang erklären lässt, und in der Folge anfängt, während des Films SMS zu schreiben.
Hi Torsten,
ich verstehe. Kann man so sehen, kein Problem, tu ich nur nicht.
Aus reiner Neugier, Wortvogel: Darf man dann während der Pressevorführung auch nicht aufs Klo gehen? Da verpasst man ja auch locker 3 bis 4 Minuten Film.
@ Perry: Das ist eine rein polemische Frage, weil du die Antwort weißt.
@ Perry: Und b) wow – du pinkelst 3 oder 4 Minuten???
Natürlich ist die Frage polemisch, aber durchaus berechtigt. Wenn es hier um Respekt vor dem Film geht und man keine Sekunde verpassen darf, dann muss man auch mit voller Blase rumsitzen.
Und 3 bis 4 Minuten ist schon realistisch. Das Klo ist ja meist nicht direkt neben dem Kinosaal.
@ Perry: Du weißt so gut wie ich, dass wir in 90 Prozent der hier relevanten Fälle vom “Gabriel” reden, und da ist das Klo ein paar Stufen neben dem Saal.
Es gibt einen Unterschied zwischen unvermeidbaren Unterbrechungen und Belästigungen (Klo, Husten, Krampf, Hirnschlag) und vermeidbaren Unterbrechungen und Belästigungen (Verspätung, SMS, Quatschen). Aber darauf wärst du sicher auch selbst noch gekommen, oder?
Mich stört nur das blaue Licht aus der vorletzten Reihe recht. Sonst ist alles in Ordnung.
Und beim Gabi musst du auch erstmal runterlaufen. Na gut, sagen wir 2 Minuten (inklusive Waschen der Griffel).