Archiv für März 2009

Erschreckend, was ich da beim Marketingblog über unsere US-Kollegen lesen musste. Hier ist es ja auch so, dass die Presse PR-Texte benutzt (gerade auch im Filmjournalismus, man braucht ja nur mal nach Elementen einer Inhaltsangabe aus dem Presseheft googeln), aber scheinbar nimmt die eigene Recherchearbeit zunehmend ab.

Was mir hierzu persönlich auffällt, ist die Zahl der Filmjournalismus-Profis, die bei größeren Kinostarts in der Pressevorführung auftauchen. Ich weiß noch, wie die Journalisten beim letzten Star Trek im großen Saal des Royal-Kinos sogar in den Gängen saßen. Alles Profis. Aber bei kleinen Independent-Filmen sind meistens nur 10 Leute da, auch alles Profis. Da fragt man sich natürlich schon, ob an mancher Stelle nicht blind geflogen wird.

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Eines der schönsten Bilderbücher, das ich kenne, nämlich Wo die Wilden Kerle wohnen, wird verfilmt. Und dem Trailer nach zu urteilen, scheint Spike Jonze Nägel mit Köpfen zu machen. Sieht echt schön aus, ich freu mich schon.

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Ich habe eine Pressemeldung bekommen, in der für einen “Science Thriller” namens The Beast geworben wird. Das Interessante: Der Thriller wird irgendwo in Innsbruck (der Aufführungsort ist geheim!) live vor Publikum aufgeführt werden, nur Teaser und Trailer sind vorab produziert worden und online zu sehen.

Die Handlung dreht sich offenbar um die vor wenigen Jahren in Innsbruck neu erbaute Hungerburgbahn (ein architektonisches wie technisches Schmuckstück, tolle Fotos. Hier noch die alte Bahn.) und ein paar dort angebrachte Graffiti. Die Beschreibung des zweiten Teils der Handlung (mit atomphysikalischen Expermenten an einer Pistenraube, wenn ich das recht verstanden habe) war mir jedoch nicht ganz einleuchtend. Doch dieser Teil wird ja erst noch aufgeführt, daher wurde wohl in der Pressemeldung noch nicht allzuviel verraten.

Abgesehen davon, dass das ganze schon rein marketingtechnisch offenbar schon perfekt orchestriert ist, denke ich, dass Theaterfans durchaus Gefallen finden könnten an dieser modernen, multimedialen Inszenierung. Und Innsbruck ist ja sowieso selbstredend einen Tagesausflug wert, geht auch ruckizucki mit der Bahn von München aus.

Nachtrag: Ich habe erfahren, dass die Veranstaltung nicht öffentlich zugänglich sein wird, sondern ausschließlich für geladene Gäste und Journalisten gedacht ist. Das bedeutet, das Theaterstück ist nicht die Hauptsache, sondern eine Marketingveranstaltung. Ich finde das super-interessant, mich juckt es echt in den Fingern, hinzufahren. Vielleicht kann ich ja doch noch alles verschieben am Freitag.

Hier noch die Pressemeldung, Journalisten bekommen bei Hinterland mehr Infos:

Den Rest des Eintrages lesen »

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Nicht uninteressant ist das Vorgehen des Underdox-Festivals, das ja eigentlich im Oktober stattfindet, zur Halbzeit zwischen den Festivals 2008 und 2009 ein paar Termine und Filme unter ihrem Banner aufzuführen.

Marketingleute sehen hier sicher eine gute Entscheidung zur Kundenbindung und Imageförderung, und im Zuge der allgemeinen Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne (Generation YouTube) ist es sicher nicht falsch, das Festival so wieder ins Bewusstsein der Münchner zu rücken.

Natürlich wären Halbjahresoscars im Herbst lächerlich, aber in der Schule gibt es ja auch Zwischenzeugnisse. Nein, das ist schon okay so.

Die beiden Halbjahrestermine sind die Filme Ich schaff’s einfach nimmer und Langsamer Sommer von John Cook, die unter dem “Lost&Found-Fundus” des Festivals laufen, und zwar am Donnerstag, den 26. März um 19 Uhr im Filmmuseum.

Der andere Termin ist der 4. April, 22:30: Ein Musik-Salon mit Attwenger, Sonic Youth und anderen, im Werkstattkino. Mehr zu den Terminen auf der Webseite. (Leider kein Permalink zu den Terminen gefunden, der Link wird also in einigen Monaten obsolet sein.)

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Beim Abarbeiten meines Mail-Backlogs (dass sich das immer wieder neu aufstauen muss…) gefunden: Eine schöne Sammlung von “The End”-Screenshots aller möglichen Filme. Danke, Mile.

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Folgender Miniteaser für Wickie trägt eindeutig die Handschrift von Bully. Ich musste natürlich schmunzeln, obwohl schon wieder klar ist, wo das Niveau sich ansiedelt.

Weitere Teaser und sicher auch bald Trailer hier.

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Dann läute ich mal den Reigen der neuen Gesichter ein.

Ich bin Timo, komm’ aus Hamburg, hab’ Medienwissenschaften studiert und arbeite seit 2003 freiberuflich als Multimediaproducer. Das ist so von allem ein bisschen, aber nix richtig. Damit ich zumindest eines mal richtig mache, versuche ich gerade den Teil, der “Autor” heißt, auszubauen (wer entdeckt die Parallelen zu Filmjournalisten.de?). Wenn der Roman kommt, sag ich Bescheid. Bis dahin stürze ich mich ins Bloggerleben. So, da bin ich jetzt.

Meine Leidenschaften sind das Kino, schlechte Witze und ganz besonders Independent-Kurzfilme. Zu letzterem Thema wird es auch gerne mal den einen oder anderen Post geben, da ich gerne solche Filme ausgrabe. Zwei meiner eigenen Blog-Projekte befassen sich mit besagten schlechten Witzen. Das eine ist das WITZEGLAS, das euch täglich einen Kalauer beschert, das andere DAS BÜRO DES TODES, ein wöchentlich erscheinender Comedy-Podcast, den ich mit zwei Freunden zusammen produziere. Tja, und zum Thema Kino muss ich ja nicht mehr viel sagen.

So, jetzt hab’ ich mich ein bisschen angeteast, jetzt folgt noch ein echter Teaser. Nämlich jener zum 2002 veröffentlichten Dokumentarfilm Comedian über Jerry Seinfeld und Orny Adams. Der Trailer spielt sehr genüsslich mit den Konventionen amerikanischer Trailertexte. Aber hört selbst! Ich jedenfalls freu mich erstmal, hier zu sein!

YouTube Preview Image

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Um sie auf eine DVD (Single Layer) brennen zu können, musste ich die Oscarverleihung von den Werbepausen befreien. Dabei ergab sich die Gelegenheit zu sehen, in welchem Verhältnis die Werbung zum Inhalt stand, und wie sie (bereits von den Oscar-Machern) positioniert war. Ich denke, man kann viel hineininterpretieren in die Position der Pausen.

Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass ganz am Schluss keine Werbepause mehr kommt (Endspurt, besonders feierliche Stimmung oder einfach nur von mir übersehen?), und dass es zwei Gruppen von eher kürzeren Werbepausen gibt, dazwischen eher vereinzelte, längere. Bin gespannt, was andere dort hineinanalysieren können.

Ich denke nicht, dass ich eine Werbepause übersehen habe, auch wenn manche wirklich kurz waren. Hat die Positionnierung der Pausen einen tiefenpsychologischen Sinn für die US-Prime Time, wurden die Pflichtpausen eher möglichst schnell abgefeiert, oder hat man die Pausen irgendwo hineingequetscht, wo sie am wenigsten zu stören schienen? Was meint Ihr?

Bei einer guten Analyse würde man jetzt natürlich noch Show-Phasen und die einzelnen Preisverleihungspunkte genauer auseinanderpfriemeln, damit man das noch besser sehen kann, aber das tu ich mir jetzt nicht an.

Länge und Verteilung der Werbepausen bei den Oscars 2009Nettolänge und Bruttolänge der Oscarverleihung 2009 im Vergleich

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So wie es aussieht, darf ich hier ein bis drei neue Blogger begrüßen, deren Tätigkeit vom Gastblogger bis zum Sporadisch-Blogger reichen wird. Vielleicht wird ja auch ein regelmäßiges Bloggen daraus, aber das lassen wir sich von selber entwickeln. Die Herren werden sich bei Lust und Gelegenheit in den nächsten Tagen bis Wochen selber vorstellen, ebenso ihre Projekte. Ich bin gespannt!

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Die Stadt Köln lädt am Donnerstag, den 12. März 2009 um 11 Uhr zu einem Pressegespräch ein. Thema ist der Neustart des Kölner Kurzfilmfestivals Unlimited. Zusammen mit der Filmmusikmesse SoundTrack_Cologne stellt das Festival einen klaren Anziehungspunkt für Macher wie Kenner in NRW dar.

Das Festival wird vom 18. bis 23.11.09 stattfinden, die Soundtrack Cologne vom 19. bis 22.11.2009. Weitere Informationen und Anmeldung über Mareike Winter von Televisor.

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