Leider basiert der Film mal wieder auf einer Idee, die ich schon vor locker 15 Jahren hatte. Einmal mehr zeigt sich, dass ich mich echt mal trauen müsste, auch welche von den Ideen umzusetzen, anstatt nachträglich zu lamentieren, dass jemand anders dieselbe, offenbar geschäftsfähige, Idee hatte. Also werde ich in den nächsten Monaten mal einen dicken Brief an Ikea schreiben und mir ein paar Produktideen von der Seele reden.
Nicht wenige Freunde, Bekannte und Kollegen arbeiten ohne Netz und doppelten Boden. Will sagen: Sie haben keine ausreichende Backup-Strategie für eventuellen Datenverlust. Das Problem ist keines, solange alles gut läuft. Wenn aber mal eine (bzw. die einzige) Festplatte abraucht oder alte CD-Sicherheitskopien nicht mehr lesbar sind oder – Gott bewahre – das Appartement abbrennt, dann kommt zum Schaden auch noch die Tatsache hinzu, dass alle digitale Arbeit ebenfalls verloren ist.
Ich zum Beispiel habe eine eigene Festplatte von 1TB für das Backup meines Systems. Geht der Computer in die Knie, kann ich alle Daten inkl. Betriebssystem zum Stand von maximal 2 Stunden vor dem Ausfall verlustfrei wiederherstellen, ohne auch nur ein Programm neu installieren oder konfigurieren zu müssen. Von diesem Blog wird ebenfalls täglich ein kompletter Backup gemacht, bei (Firmenname in Umfirmierung) sogar mehrere.
Nachdem nicht jeder einen Mac mit der genialen Time Machine haben kann (bzw. will), oder seinen Backup an einem anderen Ort anlegen will (hilfreich bei Feuer, Wasser, Meteoriten und Atomschlägen), sollte man sich auch nach Alternativen umsehen. Besonders vielversprechend scheint mir hierbei Backblaze zu sein, wo man für 5 Dollar im Monat eine unbegrenzte Menge (!) von Daten offsite (!) speichern kann.
Ich denke, ich stelle das Thema jetzt mal so in den Raum, denn nicht nur nehme ich an, dass einige ohne Backup arbeiten, ich weiß es mindestens von zwei Kollegen. Einer davon hat vor einiger Zeit fast sein gesamtes Lebenswerk an Artikeln verloren, nur weil die Festplatte aufgegeben hat. So eine Platte kostet 80 Euro, aber die Arbeit, die verloren ist… unbezahlbar.
Allerdings kann es natürlich sein, dass man seine Daten nicht gern aus der Hand geben will, dann ist so ein Dienst natürlich nix.
Eigentlich ist die folgende Meldung ja nicht unbedingt ein Thema für diesen Blog, doch könnte ich mir gut vorstellen, dass es den einen oder anderen Kollegen gibt, der tatsächlich geeignet ist für diesen Job:
Laut Spiegel Online wird in Australien ein Ranger gesucht, der auf einer kleinen Insel in der Sonne liegt, ein bißchen schnorchelt oder surft und dann auf englisch darüber bloggt. Englisch wäre für mich kein Problem, und das Gehalt auch nicht (vom ersten Wochengehalt würde ich mir ein MacBook Air oder das neue MacBook Pro holen), doch nimmt man mir wohl nicht ab, dass ich der geborene Surfer bin (das Brett muss erst noch gebaut werden… Im Endeffekt würde Surfen bei mir auch so enden), auch bin ich vom Hauttyp her nicht unbedingt zum in-der-Sonne flacken geeignet. Bloggen und auf der Insel rumsitzen, das könnte ich, ich würde einfach lesen, Jetski fahren oder lecker kochen, aber aktiv Sport… Hmmm… Wandern vielleicht. Skifahren dürfte wohl eher problematisch werden.
Doch wer sich nun angesprochen fühlt, kann sich gern bewerben. Leider ist die Seite offenbar derzeit unter dem Ansturm der potentiellen Ranger zusammengebrochen.
In Büchern, Filmen und anderen Medien werden Journalisten gern als Vierte Gewalt gesehen, unwirsche Einzelkämpfer, als Menschen, die sich in Stories verbeißen und nicht mehr loslassen, die ihre Quellen nicht preisgeben, Geheimnisse mit ins Grab nehmen, sich nicht in die Karten schauen lassen und über spitze Ellenbogen zum Kampf gegen die Konkurrenz aus den eigenen Reihen verfügen. Zwischen den Zeilen kommen Journalisten in der Fiktion meist als verschlagen, zielstrebig, gnadenlos und meist nur der guten Sache dienend rüber.
Heute nacht wurden die Golden Globes vergeben, also die Filmpreise der in Hollywood ansässigen Auslandspresse. Große Abräumer waren der wirklich unheimlich gelungene Slumdog Millionaire, Kate Winslet und Steven Spielberg, der für sein Lebenswerk (mal wieder) geehrt wurde. Der Baader Meinhof Komplex ging leer aus.
Unter den Kollegen gilt Slumdog Millionaire als großer Oscar-Favorit (ich teile diese Meinung), daher hier die beiden Trailer:
Ganz stimmt die Überschrift nicht: Es handelt sich um Absolventen der dffb, die hier gründeten, und sie gründeten kein Filmfestival, sondern ein Filmkollektiv namens Super-9. Zu neunt sind sie, daher der Name Super-9. Dieses wiederum macht nun mit seinem ersten Filmfest “Dokumentarfilme der Gruppe Super-9″ auf sich aufmerksam.
Das Festival mit dem griffigen Namen (sorry, aber der kann echt gar nichts) findet statt:
Berlin Babylon Kino
Sa., 31. Januar und So., 1. Februar 2009
Ich finde den Siegeszug der Dokumentarfilme absolut großartig und beiße mich selbst ein wenig in den Hintern, weil ich mich damals, als ich noch selbst Filmemacher werden wollte, nicht für die Dokumentarabteilung der HFF München beworben habe, sondern für die Spielfilmabteilung. Dem Vorhaben also viel Erfolg!
Wer als Praktikant nicht lernt, sondern im Betrieb in ganz normaler Tätigkeit mitarbeitet, hat auch Anspruch auf normalen Lohn, so das Urteil.
Im vorliegenden Fall, gelesen bei Spiegel Online, hatte ein junger Mann den Pflegeberuf erlernen wollen, das Pflegeheim ließ ihn 17 Monate als Praktikant zur Berufsvorbereitung für 200 Euro im Monat arbeiten. Der “Hilfspfleger” wurde normal auf den Dienstplänen geführt und hatte den Arbeitsanweisungen Folge zu leisten. Als er den versprochenen Ausbildungsplatz doch nicht bekam, verklagte er den Arbeitgeber, und bekam Recht – und über 10.000 Euro nachgezahlt.
Da frage ich mich doch: Gibt es vielleicht noch eine Branche, in der Praktikanten volle Arbeit leisten und maximal unterbezahlt werden? Nunja… natürlich wir, die Medien.
Nicht auszudenken, was für Kosten auf die Medienbranche zukämen, wenn alle redaktionellen Praktikanten, die sicherlich zu 99% normale (oder sogar stark motivierte) Redaktionsarbeit leisten und auch allesamt auch ohne Rücksicht als normale Redakteure eingesetzt werden, plötzlich vollen Lohn nachfordern. Zumal die schicken Redaktionsgehälter auch noch deutlich mehr Schmackes haben als die vom Pflegeheim. Ich könnte mir vorstellen, das es tatsächlich wenig zu lachen geben könnte nach diesem Präzedenzfall.
Denn unzufriedene, nicht-übernommene Redaktionspraktikanten gibt es wie Sand am Meer… Interessant, dass die Meldung überhaupt ihren Weg durch die Medien (!) an die Öffentlichkeit gefunden hat. Vielleicht wird ja beim Spiegel tatsächlich normal gezahlt – oder ein Praktikum ist dort noch eines…
Ich fürchte zwar, dass dermanipulativenSekte nicht so schnell die Puste ausgehen wird, wie es ihren leichtgläubigen Opfern zu wünschen wäre, doch dieser Artikel beim Gawker ist nicht uninteressant: Da John Travoltas Sohn Jett, der wohl unter der medizinischen Obhut eines Sektenanhängers stand, jüngst gestorben ist, könnte mit Travolta eines der größten Marketing-Zugpferde der Sekte ausscheiden, da die Anti-Medizin-Einstellung der Sekte aufgrund so eines Schicksalsschlages wohl jeden Vater und jede Mutter (Kelly Preston, ebenfalls Opfer) zum Nachdenken bringen dürfte. Wäre wirklich schön, wenn seine Frau und er sich trauen würde, diese Organisation zu verlassen.
Völlig verpasst habe ich die Liste der Gewinner des Machinima-Festivals 2008, die schon im November bekanntgegeben wurde. Bei Spiegel Online habe ich heute ein paar Gewinnerfilme gefunden. Besonders cool finde ich dei World of Warcraft-Figuren, die in ihrer Freizeit offenbar Büro spielen…