Archiv für 15. Oktober 2008

Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) lädt zu einer Tagung über Online-Filmkritik nach Berlin. Am 20. November, tagsüber, im Filmhaus, Potsdamer Straße 2.

Ich finde es sehr wichtig, sich über die Bedeutung des jungen Mediums Internet im Zusammenhang mit der Filmkritik auszutauschen. Noch ist Online wegen der schnellen, aber umfassenden Berichterstattung vielen Verleihern ein Dorn im Auge und wird nicht ernst genug genommen. Doch bin nicht nur ich sicher, dass Print-Magazine ihre besten Zeiten hinter sich haben, und dass es die Zeitungen auch schwer haben werden. Auch TV ist nicht mehr das, was es mal war, denn wer setzt sich denn heute noch zu einer vom Sender bestimmten Zeit vor die Glotze, wenn alles On Demand nach Hause, auf den Computer oder das iPhone kommt, wann ich es will?

Leider verdiene ich mit Online-Filmkritik zu wenig Geld, um nach Berlin fahren zu können… Aber vielleicht könnte man ja, in den Zeiten des Web 2.0, die Veranstaltung streamen und per Chat, Skype oder sonstwie Diskussionsbeiträge aus den Weiten des Netzes zulassen? Wäre ja ganz im Sinne von “Online”, finde ich. Dann wäre ich sicher auch dabei.

Ach ja: Jeder ist geladen: Man muss weder Filmkritiker sein, noch VdFk-Mitglied. Und die Veranstaltung ist kostenlos.

Hier die offizielle Meldung:

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Was, wenn Tom Jerry nun wirklich mal erwischt hätte? Oder Spike Tom? Oder Wile E. Coyote (Genius) den Roadrunner? Oder Sylvester Tweety?

Nun kann man Drucke wie den hier gezeigten für lumpige 35 Pfund pro Stück online kaufen. Achtung: Von jedem Motiv gibt es nur 75 Stück, wenn man der Webseite glauben darf.

Wer mir was zu Weihnachten schenken will, kann sich gern zwischen “Aim Point”, “Operation Vigilant Justice” und “Counter Attack” dazu (am besten im Doppelpack) und “Dispersion Error” entscheiden – wobei mir da irgendwie noch ein Vogelfuß fehlt, der unter dem Monty Python-Gewicht herausschaut.

Und überhaupt, in dem schrägen Laden gibt es auch Skulpturen und ähnliches. Zum Beispiel eine Senior Deluxe Membership für 10.000 Pfund. Die Webseite ist aber ziemlich schmerzhaft.

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Ein Kollege hat mich auf dieses interessante Interview mit Uwe Boll hingewiesen.

Ich denke auch, dass Boll sich zu einer Art tragischem Helden der Filmindustrie entwickelt hat. Seine Filme sind zwar wirklich nicht die besten (hier meine Review zu Tunnel Rats), doch ist das Argument mit der Vorverurteilung natürlich schwerwiegend. Auch kann Boll wirklich schlecht unter anderem Namen drehen, nur um herauszufinden, ob sein Werk dann plötzlich besser ankommt: Das würde rauskommen, und er würde wohl wirklich in der Luft zerrissen werden.

Boll sitzt in einer Zwickmühle, aus der im Grunde nur ein Weg herausführt: Einen wirklich indiskutabel guten Film drehen. Dem Interview nach scheint er sich dessen bewusst zu sein.

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