Während man früher bei DVDs nur eine Bildschirmseite rechtlicher Infos (manchmal auch gar keine) bzw. eine FBI-Warning bei US-Importen lesen sollte, muss man nun, bei BluRay, in Einzelfällen einer EULA (End User License Agreement – Endbenutzerlizenzvertrag) zustimmen (!), bevor man einen Film sehen kann.
Im Falle von Disneys Dornröschen und der Prinz müssen die jungen Zuschauer in den USA über 120 Seiten rechtlichen Palavers zustimmen, bevor sie den Film sehen können. Ich finde, das läuft langsam ein wenig aus dem Ruder…
Ein Freund von mir arbeitet beim NDR und macht Beiträge für die Sendung “markt“. Ich hatte ihm mal vorgeschlagen, einen Beitrag darüber zu machen, wie ein normaler Mensch einen normalen PC auspackt und in Betrieb nimmt. Mit dem Unterschied, dass er jede EULA von Anfang bis Ende liest und sich jeden Teil, den er nicht versteht, von einem Anwalt erklären lässt. Mich hätte interessiert, wie lange das Inbetriebnehmen des PCs dann dauert und vor allem, wieviel es zusätzlich kostet. Leider ist der Freund für zwei Vierteljahre nach Taiwan gegangen und hat den Vorschlag nicht weiter verfolgt. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der NDR sich den Anwalt nicht hätte leisten können…

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