Archiv für September 2008

Da ich ja jetzt auch für MovieMaze.de schreibe, kann ich bequem zu meinen jüngsten Reviews verlinken:

schon abgegeben, aber noch nicht veröffentlicht, sind:

Und Die Geschichte vom Brandner Kaspar hab ich ja im anderen Post schonmal erwähnt. Und jetzt geh ich erstmal auf die Wies’n, ein nachmittäglicher Recon-Spaziergang mit maximal einer Maß, wenn wir überhaupt irgendwo einen Platz bekommen. Gestern nacht um fünf nach eins hat’s übrigens angefangen: Ein angeheiterter Freund meines Bruders rief mich an, ob noch ein paar Bier gehen irgendwo in der Stadt. Es stellte sich heraus, dass er einen zweiten Julian anwählen wollte und sich im Handy verklickt hat. Ich war zum Glück noch auf (gerade beim Zähneputzen), wäre aber sowieso nicht mehr aus dem Haus gegangen.

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Liebe Freunde der seichten Unterhaltung, ab heute geht’s rund: Die Wies’n 2008 ist eröffnet (liebe Medienleute: keinesfalls die Wiesen, und sind eröffnet, bitte) . Hier ein Video, das ziemlich genau einfängt*, wie ich mich jedes Jahr dort fühle, seit ich drei war:

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Die Amerikaner scheinen den Termin der Oscarnacht zu wechseln wie andere Leute die Unterwäsche: Nun soll die nächste Verleihung doch wieder im März stattfinden. Grund sei diesmal die Umstellung auf Digital-TV.

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Was ich in iMovie schon lange kann (aber eben auf keinem professionellen Level), das wird nun endlich hoffähig: Das Stabilisieren von Filmszenen. Damit ist ein digitaler Vorgang gemeint, der Verwackler auffängt. Im Grunde ist das eine ganz einfache Sache, doch je stärker eine Aufnahme verwackelt ist, desto kleiner ist die “Gesamt-Überlappung”, das heißt, das fertige Bild ist sehr klein und wahrscheinlich nicht der richtige Ausschnitt. Aber das kann man dann nachher digital einkopieren, was jedoch komplizierter ist. Bei Schweks gibt es solche Überlappungen logischerweise gar nicht. Ich habe mal ein Infovideo über solche Beruhigungssoftware für die Postproduktion gesehen, ich glaube, auf irgendeiner Fachmesse, oder war es doch ein TV-Special in der Nähe eines FX-Filmstarts?

Wie dem auch sei, das beruhigte Bigfoot-Video hier sagt mehr als ich mit 1000 Worten erklären könnte. Zumal ich bis gestern erkältet und heute in 4 Pressevorführungen war, also hirnmäßig gerade nicht allzu leistungsfähig. Bin. (via)

Zum Vergleich hier noch die laienhaft nachbearbeitete Version (Ausschnittvergrößerung) bei YouTube:

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Und wer einen guten Magen hat, kann sich hier den beruhigten Zapruder-Film von der Ermordung JFKs ansehen.

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Die Deutsche Filmakademie hat soeben ein Portal für Filmwissen eröffnet. Unter dem Titel Vierundzwanzig, abgleitet von den Bildern pro Sekunde, mit denen Kinofilme analog projiziert werden, findet man alle möglichen Hintergründe zu (deutschen) Produktionen.

Schlicht und einfach eine super Idee, alle Making-Ofs, Interviews und Geschichten, die sonst im Pressematerial und den electronic press kits (EPK) versauern würden, zu sammeln.

Besser wäre es natürlich, wenn das in einem internationalem Portal auch mit internationalen Produktionen, die ohne deutsche Beteiligung entstanden sind, ginge.

Aber ich will nicht größenwahnsinnig werden, denn das Vierundzwanzig-Portal scheint mir auf den ersten Blick bereits fantastisch. Dass ich nicht auf diese simple wie geniale Idee gekommen bin!

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Normalerweise gehört eine Werbekampagne ja nicht in einen Blog wie diese, aber die Morgenavisen Jyllands-Posten bringt mein journalistisches Credo absolut auf den Punkt. Ich ecke ja manchmal an, weil ich mich nicht immer marktkonform verhalten kann, wie der geneigte Leser weiß. Und das nur im vergleichsweise kleinen, unwichtigen, lokalen Filmjournalismus, nicht einmal im “richtigen” Journalismus oder gar – noch wichtiger – im wirklichen Leben.

Hier direkt die Motive Dalai Lama, Mandela und Gandhi.

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Im Januar soll erstmals das “digitale Ökosystem” vorgstellt werden, das mir, mit Verlaub, schon lange vorschwebt: Während man früher analoge, später digitale Datenträger physikalisch kaufen musste und zuhause im Regal stehen hatte, kauft man nun nur noch das lebenslange Abspielrecht für einen Song, einen Film usw., und kann dann ein Leben lang von überall auf der Welt darauf zugreifen. Sofern man dort auch Internet hat, natürlich nur.

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Nachdem die Spinnereien meiner sterbenden Grafikkarte nun doch zunehmen, ist die Reparatur wohl nicht mehr viel weiter aufzuschieben. Derzeit besteht das Mucken weniger in faszinierenden Feuerwerken von grafischen Abstraktionen bekannter Bildschirmelemente wie noch vor anderthalb Monaten, sondern neuerdings im Einfrieren von wirklich allem auf dem Schirm für bis zu jeweils einer halben Minute – außer der Maus, was ich besonders hinterfotzig finde. Das zeigt nämlich (wie übrigens die Aktivitätsanzeige bestätigt), dass der Computer selbst keineswegs überfordert ist. Nur: Die kleine Drecksau von Grafikkarte will mich offenbar ärgern mit der Benutzbarkeit eines nutzlosen Mauszeigers.

Wenn ich mein Zeug zusammen habe, will heißen: Originalquittung rausgetaucht, Original Apple Care Protection Plan gefunden und meine (Firmenname in Umfirmierung)-Aushilfe zu dreifacher Arbeitslast motiviert habe, werde ich den Rechner für geschätzte zwei Wochen in die Werkstatt geben müssen. Ohne Laptop oder iPhone bloggt es sich schlecht (das gilt auch für jegliche andere Online-Kommunikation), daher werde ich “old school”-mäßig Pause machen. Wenn ich dazukomme, es ist ja noch Wies’nzeit.

Noch ist nichts terminiert, ich warne nur schonmal, weil es ja vielleicht sein kann, dass es “Pak!” macht und alles vorbei ist…

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In den USA gab es vor einer Weile (mal wieder) Prüderie-Theater wegen des Postermotivs für Kevin Smiths upcoming Zack and Miri make a Porno. Der Hatte nun in Toronto Premiere und kam offenbar sehr gut an. Ich hab neulich erst die Trailer gepostet, allerdings gibt es den zweiten Trailer (bzw. nach dem Teaser hier den ersten eigentlichen Trailer) als Redband, also ungekürzt.

Zurück zum Thema: Nachdem der angedeutete Oralverkehr der beiden Hauptfiguren auf dem Poster der MPAA offenbar zu scharf war, musste ein neues Postermotiv her. Herausgekommen ist eine Kindergartengerechte Strichmännchenzeichnung, die keinem gottesfürchtigen Amerikaner auf den Senkel gehen dürfte. Hier also beide Motive zum Vergleich, stibitzt von silentbobspeaks.com.

Nachtrag: Die Review der Variety legt dem Zuschauer ans Herz, bis zum Ende des Nachspanns sitzen zu bleiben: A post-fade-out faux promotional video is worth sticking around for.

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… ist meiner Meinung nach Grundeinkommen. Ich habe ihn noch nichtmal gesehen, aber es geht ja nicht um den Film, sondern das Prinzip, das dahintersteht:

In unserer heutigen Gesellschaft ist verratzt, wer keine Arbeit hat, die ihm Geld bringt. Doch die technische Entwicklung, an der wir alle die meisten von uns arbeiten, rationalisiert zwangsweise immer mehr von uns weg. Diese Menschen fallen automatisch langfristig aus dem Raster, wenn sie sich nicht mit Gnaden-Aushilfs-Billigjobs, für die sie dann auch noch dankbar sein sollen, gerade so über Wasser halten sollen. Abgesehen davon, dass sowas immer grudsätzlich kacke ist, in Depression, Sucht und letztlich Elend führt, ist es auch schlicht menschenunwürdig.

Die Wirtschafter behaupten gerne, dass Wachstum auch in Zukunft weiter möglich ist (das prognostiziert ja jede Jahreshauptversammlung in den leuchtendsten Farben), und dass die Menschen einfach nur proaktiv sein müssen. Und dann gibt es noch ein paar symbolische, imagehebende Spenden für die Armen, die aber in Wirklichkeit nicht ankommen oder nichts nennenswertes bewirken. Heute spendet keiner mehr eine Kirche und steht dezent im Hintergrund, sondern baut lieber einen Tempel für sich selbst und nennt ihn dann auch noch “(Firmmenname)-Arena”.

Dass das aktuelle Wirtschaftssystem nur auf Kosten von Billiglöhnern (de facto Sklaven) gehen kann und nur dank der kostenlosen Natur und ihrer Rohstoffe funktioniert, wird geflissentlich verschwiegen.

Würden wir zum Beispiel die 1,08 x 1018 kWh Sonnenenergie, die die Erde jährlich kostenlos erhält (übrigens: die Sonne strahlt ja nicht nur in unsere Richtung), mit nur 1 Cent pro Kilowattstunde verrechnen (statt derzeit ca. 18 Cent, Großabnehmer und so), käme die Rechnung immer noch auf 10.800.000.000.000.000 Euro (10 Trilliarden Euro und ein paar hundert Trillionen Zerquetschte*). Kann keiner bezahlen, schon klar. Ist ja auch nur als Denkanstoß gedacht. Also ist ein bißchen Querdenken unter uns wirkungsbefreiten Drohnen durchaus mal angesagt.

Nun, das Prinzip des bedinungslosen Grundeinkommens klingt natürlich radikal und scheint für die meisten Leute einzig und allein dazu zu führen, dass keiner mehr arbeitet und alle nur noch an der Würstchenbude / auf dem Balkon / uf Malle / vor der Glotze rumhängen werden, aber das stimmt nicht. Denn das Prinzip Grundeinkommen ist nicht so einfach, wie die Leute glauben.

Nun gibt es diesen Film, dessen Trailer ich hier poste. Er kommt am Mittwoch, dem 17.9.2008 um 18 Uhr im Werkstattkino. Wer sich von der Pressevorführung, die zu diesem Zeitpunkt an anderer Stelle stattfindet, losreißen kann, sollte im Werkstattkino auftauchen (Programm). Ich empfehle übrigens jedem kulturell interessiertem Kinobetreiber dringend, sollte hier einer mitlesen, ein Double Feature zusammen mit Let’s make Money auf die Beine zu stellen. Der läuft aber erst am 31. Oktober an. Oder gleich ein Triple Feature mit We Feed the World. Oder ein Tetrafeature mit Unser Täglich Brot.

Nachtrag: Hier die Infos vom Werkstattkino:

GRUNDEINKOMMEN
Schweiz 2008. Regie: Daniel Häni und Enno Schmidt
Ein Film über das Zukunftsthema, das jeden angeht: Eine neue Art von Einkommen, bedingungslos
für alle. Das löst Emotionen aus und viele Fragen. Mehr Möglichkeiten zu eigenen Initiative? Oder der
Untergang der Leistungsgesellschaft? Und wie soll es bezahlt werden?
„Ein kleiner kluger Film über den Zustand unserer Welt. Eine Art Sendung mit der Maus, die zu
erklären versucht, wie das Grundeinkommen funktioniert, wer es finanzieren und was es bewirken könnte.“
(Mikael Krogerus)
Mittwoch, 17.9., um 18.00 h

Der Trailer ist über 6 Minuten lang, aber lohnt sich. Bitte aufmerksam gucken:

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*hab ich selbst ausgerechnet, und es ist jetzt zwanzig vor drei in der früh. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, bitte melden. Oder mir die Quelle nennen, da gab es mal einen ganz faszinierenden Artikel dazu.

Nachtrag: In und um München ist der Film zu diesen Terminen zu sehen:

17.09.08 18:00 Uhr Werkstattkino München
01.10.08 19:00 Uhr Maxim-Kino München
03.10.08 20:00 Uhr Waldorfschule Ismaning
20.10.08 20:00 Uhr Haus Elisabeth Puchheim

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