Archiv für April 2008

Leider nicht von mir (heul, zeter, randalier), sondern von Rotten Tomatoes.

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NVA-Armeefilme_ProgressDie unten eingefügte PM des Progress-Filmverleihs verdient besondere Aufmerksamkeit: Der Verleih vermarktet im Auftrag des Bundesarchivs über 1500 Filme aus DDR-Beständen. Die Filme sind allesamt digital und in sendefähiger Qualität zu beziehen, was die weltweite Produktion von Dokumentationen anläßlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls im kommenden Jahr stark bereichern dürfte.

Bei einem Telefonat mit Frau Stelzner vom Progress-Filmverleih erfuhr ich, dass die Filme entweder als Ansichtsmaterial auf DVD verschickt werden oder dass Interessierte sich in Berlin einfinden können, um selbst das vorliegende Material zu sichten. Das Material ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jedoch nicht kostenfrei verfügbar.

Dass die Menge des Materials sicherlich den Rahmen sprengen würde, ist das offizielle Argument, ich selbst denke mir, dass eine Online-Vorschau in YouTube-Qualität von der Verwendung her kaum zu kontrollieren sein dürfte, auch wenn die sendefähige Version des entsprechenden Materials weiterhin “manuell” bestellt werden muß. Auch will der Verleih ja sicher einige Kosten decken, und da es online derzeit noch keine vernünftigen Auswertungsmechanismen gibt, kann man diese Entscheidung, auch wenn sie archaisch wirkt, nachvollziehen.

Nichtsdestotrotz fände ich es natürlich zeitgemäßer, dieses Material, das zumindest ich als nationales Eigentum sehe, online zur Verfügung zu stellen, man muß es ja nicht runterladen können. Doch was nicht ist, kann ja noch werden – gestutzt hatte ich für meinen Teil jedenfalls bei der Formulierung “in digitaler Form benutzbar” in der Pressemeldung.

Privatnutzer können eine Gesamtausgabe auf DVD kaufen (4 DVDs mit 156 Filmen zu € 79,- oder einzelne DVDs zu je ca. € 22,-) oder aber kostenlos beim Bundesarchiv ausleihen. (Daher dürfte es nicht lange dauern, bist das Material dann doch seinen Weg ins Netz findet)

Vier “Teaser” wenn man das so nennen darf, gibt es bei YouTube, und zwar für die Jahre 1960 – 1969 (hier eingebunden), 1970 – 1977, 1978 – 1984 und 1984 – 1990. Die Videos liegen im Channel des Medienverlags Breucom, über den besagte DVD-Edition erhältlich ist.

YouTube Preview Image

Aufgrund der prekären Natur des Filmmaterials füge ich die komplette Pressemeldung im exakten Wortlaut ein, lediglich die URLs wurden verlinkt und die Adressen für Bots unkenntlich gemacht:

Den Rest des Eintrages lesen »

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Soeben hatte ich eine schreckliche Viertelstunde: Als ich mich bei (Firmenname in Umfirmierung) einloggte, um zu überprüfen, wie ein geänderter Filmeintrag aussah, fand ich mich im Light-Zugang wieder. Ich! Als Admin!

Da ich Filme und Daten stets im CMS eintrage und nicht über die (Firmenname in Umfirmierung)-Webseite, gucke ich nicht ständig ins sogenannte “Frontend” meiner Seite. Da wir auch noch eine Telefonstörung hatten, war ich die letzten drei Tage gezwungenermaßen offline. Das ist besonders geil, wenn man eine Webseite betreibt und sich noch keinen Laptop erarbeitet hat. Und das aus-ge-rech-net jetzt, wo die Probeabos ablaufen!

Also bin ich erstmal halb verrückt geworden, weil ich dachte, jetzt ist alles kaputt, und die Light-Kunden können nicht mehr von den zahlenden Kunden unterschieden werden. Panikattacken, Schweißausbrücke, lautes Fluchen und wildes Umhergestampfe folgte. Ein Telefonat mit meinen IT-Göttern brachte mich selbst zur Lösung, noch während ich das Problem durch die Leitung buchstabierte: Mein eigener Kundenaccount war ja auch zum Start von (Firmenname in Umfirmierung) auf den Light-Zugang gesetzt worden, somit war beim Chef selbst auch einfach nur die Probezeit abgelaufen. Alles also in bester Ordnung, in Butter und trockenen Tüchern zugleich sozusagen. Zum Hirnklatschen peinlich. Aber eine gute Geschichte für den Blog.

Und nun arbeite ich mal die Mails der vergangenen Tage ab, zuerst allerdings schalte ich die Kunden, die einen Upgrade bestellt haben, frei, und dann geht’s wieder in die Filmdatenbank, eine weitere Woche neues Programm bereitstellen. Uff.

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Der als Darsteller überlebensgroßer Charaktere wie “Ben Hur” oder Moses in “Die 10 Gebote” bekannt gewordene Charlton Heston ist gestern im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills verstorben. Eine offizielle Todesursache wurde von den Behörden nicht veröffentlicht, allerdings litt Heston schon seit einigen Jahren an diversen durch Alzheimer bedingten Beschwerden.

Auch wenn die amerikanische Ikone in den letzten Jahren immer wieder durch öffentliche Aktivitäten als Mitglied der “National Rifle Association” (deren Präsident er für einige Jahre war) negative Schlagzeilen gemacht hat, wird er dennoch als einer der herausragenden Schauspieler des vergangenen Jahrhunderts in Erinnerung bleiben.

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Ein Kollege versprach mir neulich, sich bald bei (Firmenname in Umfirmierung) anzumelden. Aber eigentlich brauche er die Seite ja nicht, so sagte er, er finde ja alles, was er brauche, auch so im Internet.

Das ist vollkommen richtig: Bei (Firmenname in Umfirmierung) gibt es nichts, was es nicht “auch so” im Internet geben würde. Vielleicht die eine oder andere Information, die ich telefonisch herausbekommen habe, aber ansonsten läßt sich wirklich alles mit Geduld und Spucke im Internet selbst recherchieren. (Firmenname in Umfirmierung) bietet also offenbar keinerlei Mehrwert gegenüber der eigenen Recherche – warum also Kunde werden?

Der Faktor Zeit ist das Entscheidende: Wer gern ca. 30 Minuten pro Film damit verbringt, Pressebetreuung, Presseserver, Inhalt, Personen, Lauflänge, FSK und vieles mehr (ggf. Buchvorlage, Hintergründe historischer Themen usw.) selbst herauszufinden, bitte sehr. Bei (Firmenname in Umfirmierung) bekommt man diese Ausgangsbasis für den eigenen Artikel bereits geliefert, und das für ca. 23 Cent pro Film (ganz grob überschlagen). (Firmenname in Umfirmierung) ist wie der Hubschrauberflug zum Basislager, von wo man aus nur noch den Gipfel stürmen braucht. (Firmenname in Umfirmierung) ist ein Informationsportal, ein Basislager, eine Dienstleistung, eine Art Gelbe Seiten, Outsourcing und eine Vielzahl anderer arbeitserleichternder Ausdrücke, speziell für Filmjournalisten. Man spart Zeit. Das ist alles. Gut genug für mich.

Ich habe heute ein zweites Video gemacht, in dem ich das Pressematerial zum Film Gilles recherchiere. Zuerst “auch so” im Internet, dann über (Firmenname in Umfirmierung), live und in Farbe. Ganz dumm habe ich mich dabei nicht angestellt, aber ich habe doch eine kleine Weile gebraucht. Multipliziert man die Zeitersparnis beim Pressematerial nun mit den anderen üblicherweise zu recherchierenden Fakten, ergibt sich eine gehörige Einsparung. Hier das Video (10 Min., mit Versprechern und Patzern), auch zu finden auf der (frisch angepaßten) (Firmenname in Umfirmierung) Video-Seite:

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Scheinbar hat mein Blogeintrag von vor einiger Zeit ausgereicht, mich auf eine exklusive Mailingliste zu setzen. Gerade wurde ich darüber informiert, daß der Machinima Bloodspell nun als fertiges DVD-Image zum Herunterladen bereitsteht. Derzeit saugt mein Rechner (völlig legal übrigens) die zwei Scheiben mit 4,36 und 4,22 GB (in der PAL-Version, fertig zum Brennen), auf der Download-Webseite gibt es auch eine DivX- bzw. eine Quicktime-Version. Auch kann man sich ein Cover laden (das hätte ich allerdings in die ISO-Datei gepackt, als DVD-ROM-Extra), drucken, in eine Hülle packen und dann das Ganze ins Regal stellen. Was andere Kollegen so denken, findet sich in der Press-Sektion und Pressematerial gibt’s auch.

Viel Spaß also beim ersten Machinima in DVD-Qualität zuhause!

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Das Schöne am Internet ist: Man kann mit etwas Geschmack, Geduld und Kunstfertigkeit eine schöne Webseite auf die Beine stellen, der man die tatsächlichen wirtschaftliche Situation des Betreibers nicht ansieht. Das hat nicht nur auf der oberflächlichen Glitter-Ebene des schönen Scheins den Vorteil eines verbesserten Images, nein, auch bei eingehender Betrachtung der Implikationen so einer schönen Fassade kommt man unweigerlich zu dem Schluß, daß das Budget des Betreibers tatsächlich auch egal ist: Solange jemand tatsächlich etwas zu sagen hat, bietet das Internet ihm die Möglichkeit, dies auch zu tun. Die virtuelle Repräsentation ist das alleinige Merkmal, an dem man fürderhin gemessen wird.

Was früher von vielen als Marktplatz der Großmäuler prophezeiht wurde, hat sich nicht bewahrheitet: Substanz ist Trumpf. Nachdem Trolle sich in den allermeisten Fällen praktisch sofort selbst disqualifizieren und somit automatisch wegfallen, zeichnet sich der Rest durch mehr oder weniger Substanz aus. Der Betrag an Substanz in einem Auftritt / Kommentar / Post (…) muß jedoch nicht einmal ein Kriterium für eine Wertung sein. Es handelt sich lediglich um eine Geschmacksfrage: Wem gefällt, was er sieht, der bleibt, wem’s nicht gefällt, zieht halt weiter. No harm done, no harm taken. Nur die Trolle, die erstmal eine Ladung Kot absetzen müssen, um ihr “Ich war hier” zu markieren, hinterlassen bisweilen einen üblen Nachgeschmack im Netz.

Nun wurde ich von einem alten Bekannten auf die Existenz des Ministeriums für Friedenserziehung hingewiesen. Es handelt sich hierbei um eine Kampagne für den Film Das Verhör, aber um eine gewaltige. Der Film selbst, mit Manfred Möck in der Hauptrolle, ist eine sehr kleine, ambitionierte Produktion, ein Erstlingswerk, zumindest in diesen Dimensionen. So klein, daß der Regisseur noch seine private Mailadresse auf der Filmwebseite hinterlegt, so klein, daß besagte Webseite auf irgendeinem Unterbereich eines kleinen Providers liegt und die Webadresse entsprechend viele Punkte, Slashes und Subdomains enthält. Aber egal, denn die Filmseite ist ansehlich und informativ, und das gefakte Ministerium für Friedenserziehung jagt mir einen kalten Schauer den Rücken hinunter. Warum? Nun, da gibt es mehrere Gründe.

Wer sich nur ein paar Minuten mit dem Ministerium für Friedenserziehung auseinandersetzt, stellt bald fest, daß hinter der Kampagne ein ziemlich gutes Konzept steht. So läßt sich zum Beispiel der Flash-Film der Startseite nicht ohne weiteres in Blogs wie diesen einbinden, was natürlich von der Werbe-Intention der Seite ablenkt. Die Seite selbst besteht nicht nur aus einigen oberflächlichen Einträgen, sondern ist ganz schön tief und vielschichtig, triefend vor bissiger Ironie. Formulare zur Meldung von Straftaten, Stellenangebote (Motivationsprüfer, Erfassungskoordinator und Facharbeiter für Raketentriebwerksmontage werden derzeit gesucht) und Wahl”empfehlungen” gibt es auch ein Gästebuch mit wundervollen Einträgen, eine Liste indizierter Werke von Mein Kampf bis Kafkas Prozeß, und vieles mehr, eingerahmt von einem fantastisch archaischem Emblem eines sein Volk beschützenden Adlers. Im “Ideologischen Gutachten” (30 Fragen mit tollen Antworten, was ein Spaß) habe ich einen negativen Wert erreicht und werde wohl morgen um diese Zeit ausgebürgert und spurlos verschwunden sein. Hätte die DDR das Internet noch erlebt, so hätte es sicherlich ausgesehen.

Das Verhör läuft in ausgewählten Kinos.

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