Durch einen kleinen Blitz der Erinnerung (keine Ahnung, woher) am Nachmittag draufgekommen, habe ich mich einmal umgesehen, was Hermes Phettberg eigentlich gerade so treibt.
Während es nicht besonders erbaulich war zu lesen, daß Herr Phettberg Anfang dieses Jahres einen weiteren Schlaganfall erlitten hat, so ist es doch ein ziemlicher Zufall, daß in vier Tagen auf der Viennale die 85-Minuten-Doku Hermes Phettberg, Elender über dieses Original Premiere hat.
Regulär wird der Film in Österreich dann am 7. Dezember anlaufen, wenn man der IMDb glauben darf. Auf der obengenannten Seite zum Film gibt es übrigens eine “grindige Navigation” (sehr sympathische Bezeichnung) sowie eine “leiwande” 3D-Navigation (ebenso sympathische Bezeichnung), die ich sehr kreativ und gelungen finde und die zu manchem Horrorfilm passen würde (bei der Seite zu Rob Zombies Halloween ist es übrigens auch ein Messer, das durchs Menu führt). Bei der grindigen Navigation sieht man übrigens die Vielzahl von Film(?)ausschnitten übrigens bequemer, einen Trailer gibt es natürlich bei YouTube und unten.
Während ich mich nicht zu Hermes Phettbergs Art und Wesen äußern kann, denn dazu kenne ich ihn und sein Werk zu schlecht, ist mir die schiere Präsenz dieses Mannes aus seiner Blütezeit im Fernsehen noch sehr gut bekannt. Damals redete wirklich alles und jeder über diesen skurrilen Österreicher, die meisten meiner Kommilitonen zerrissen sich jedoch unreflektiert das Maul. Ich wollte schon damals nicht mitreden, hatte ich doch kaum etwas von und mit ihm gesehen und hielt mich für schlicht noch nicht reif genug, mir eine Meinung bilden zu können.
Ungeachtet aller möglichen geschmacklichen Differenzen, die man zu ihm und seinem Werk haben kann, wünsche zumindest ich ihm gute Genesung und persönliche Zufriedenheit, dem liaben Schneck.
Dem Sinnspruch auf der Granitplatte im Bild kann ich mich übrigens nur anschließen.